Sie schwiegen, wieder einmal, während draußen das Rauschen der Autobahn in rhythmischen Stößen auf- und abbrandete. a4-Da5, Aljechin gegen Maroczy, 1931. Er zog an seiner Zigarette und glaubte, bereits gewonnen zu haben. Der Rauch umströmte die weißen Bauern.
Auch Memoires zeigt, dass das Schach zu allerlei missglückten Metaphern Anlass geben kann.
28. Oktober 2007 - 23:30
Lustig, dass du das Branden als missglückte Metapher missverstehst. Nein, was ich hier schreibe, ist nicht als Metapher gemeint gewesen. Tatsächlich war in der damaligen Wohnung meines Bruders im Hintergrund immer das Rauschen der Autobahn zu hören. Mit Aljechin gegen Maroczy habe ich sehr dick aufgetragen, das gebe ich gerne zu. Es hätte auch jede andere Partie sein können, auch irgendetwas völlig Unbedeutendes, aber der Name Aljechin schwirrte mir ständig im Kopf herum und schien einfach zu passen. LG, WilderKaiser
29. Oktober 2007 - 08:05
Danke für den Kommentar! Meines Erachtens sind hier die Meeresbrandung und das An- und Abschwellen der Autobahngeräusche zum “Abbranden” verschmolzen worden – das bedeutet aber eigentlich “Brandschatzen” ;-)
Aljechin-Maroczy (Bled 1931) war tatsächlich hübsch!