Vor jeder Partie der Weltmeisterschaft wurden virtuell 32 Wörter auf die in der Grundstellung leeren Felder des Schachbretts verteilt. Diese Wörter stammten thematisch aus dem Leben und Schaffen früherer Schachweltmeister. Wurde während des Spiels ein Feld zum ersten Mal betreten, so wurde das zu dem Feld gehörige Wort in die Wortliste übernommen. Nach dem Ende der Partie lieferte die entstandene Wortliste die Vorgabe für die Texte. Es waren geschichten zu schreiben, die maximal 300 Wörter lang sein durften und alle Wörter der Wortliste genau einmal und in der angegebenen Reihenfolge enthielten. Diese Geschichten, die möglichst nicht vom Schach handeln sollten, mussten innerhalb einer Woche nach der WM-Partie eingesendet werden und wurden dann von einer Jury bewertet.

Holger Blauhut (Hg.): Mitschreiben. Literaturwettbewerb zur Schach-WM Kramnik-Leko (2005)