Eine sehr reife Antwort gab Ruslan Ponomarjow in Schach 11/2005 auf die Frage, welche Persönlichkeiten in der Schachgeschichte er für am meisten über- und unterbewertet halte:

Wenn ein Mensch geschätzt, gelobt und geachtet wird und wenn diese ihm entgegengebrachten Gefühle aufrichtig sind, dann bedeutet dies, dass er sie auch verdient hat (…) Mir gefällt es nicht, die Leistungen von wem auch immer herabzuwürdigen. Man sollte so etwas nicht tun, sondern vielmehr versuchen, es besser zu machen. Um selbst in den Blickpunkt des Interesses zu geraten.

In jeder Hinsicht eine erschöpfende Replik! Und sonst noch im Heft? Rustam Kasimdshanow, ein weiterer Kasparow-Geschädigter, weiß jetzt, dass „der Typ nicht spielen wollte“. Peter Leko ist beim Turnier in San Luis gegen Anands Russische Verteidigung bis zum 24. Zug in seiner Vorbereitung und verwechselt im 25. Zug die Züge. Und Wesselin Topalow meint, dass Schach stets ein Spektakel sein sollte.

StK