Der Bach im Hintergrund der großen Liegewiese ist heute eingezäunt und nicht mehr zu erreichen. Ich trete näher und linse durch den Zaun. Die Steine und die alte Betonbrücke sind noch da, auf dem gleichen Platz und unverändert wie vor dreißig Jahren. Ein seltsamer Moment. Ein Teil der alten Liegewiese ist verändert worden, ein Kiosk mit einem absolut unfähigen Team und total überteuertem Fraß steht da rum, daneben eine Pseudo-Terrasse aus Fertigholzstücken und ein paar grobbehauene Kletter-Schaukel-Rutsch-Kreisel-Wackel-Kinderschädelknacker-Objects. Die Stelle, an der ich vor zwanzig Jahren anlässlich eines nächtlich-besaufduselten Freibadeinbruchs meine Unschuld auf dem Rasen verlor, ist zugebrettert. Wie bitter. Zurück von meiner Sentimental-Journey werde ich sofort mit Beschlag belegt und mache den Fehler, den Familienvater beim Schach zu schlagen. Nun muss ich ihm noch Revanche geben und, nein, es reicht ihm nicht, nur einmal zu gewinnen, das war zu leicht. Notorische Siegertypen habens schwer.

Any la(te)st words hat den Stadtbadblues