Das Beste war der Schluss, und damit will ich mal anfangen. Wenn man vor der letzten Runde mit 1.5/5 dasteht, ahnt man das Fiasko schon sehr deutlich. Vor der Partie meinte Joachim sehr treffend: „Ach, es geht doch nichts über ein anständiges Muzio. Obwohl, Xiangqi ist ja ein dauerndes Muzio-Gambit.“ Und so kam es dann auch.

Stefan Kalhorn 175 – Joachim Lißner 198
Hannover, Xiangqi-Bundesliga, 16.11.2008

1.C2=5 C8=5
Same Direction Cannon. Nach meinen rudimentären Kenntnissen der Eröffnungstheorie eine scharfe Angelegenheit.
2.H2+3 H8+7 3.R1+1 R9=8 4.R1=6 C2=3
Wir verlassen die Datenbank. 4…R8+4 5.H8+7 H2+3 ist die Hauptvariante.
5.R6+7 H2+1
Sonst ist 6.R6=8 unangenehm.
6.R9+1 R1=2 7.R9=6 A6+5
Es drohte Matt.
8.H8+7
Deckt die Kanone indirekt.
8…C3+4 9.E7+9 C3=7 10.E3+1
Die schwarze Kanone zwingt beide rote Elefanten an den Rand. An und für sich kein großes Problem, aber in manchen Varianten erweist sich die rote Kanone auf der Mittellinie nun als ungedeckt und anfällig.
10…C5=3

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Greift das Pferd auf der 7. Reihe an. Das eigentlich wünschenswerte 11.H7+6 R2+7 12.H6+5 oder 12.H6+4 scheitert jetzt an 12…R2=5 und ohne die Mittelkanone verliert das rote Angriffsspiel jeden Schwung. 11.R6+1 wollte ich nicht spielen. Ich überlegte lange an 11.E9+7, um den Elefanten der schwarzen Kanone zum Fraß vorzuwerfen, verfiel aber schließlich auf
11.C8+2 C3+5 12.C2=5
Inzwischen schon Zeitnot. Ich dachte auch an 12.C2=7, um das schwarze Pferd von der Verteidigung des Mittelbauern abzubringen, der direkte Schwenk auf die Mittellinie gefiel mir aber besser.

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12…C7=3
ich überlegte noch ein paar Minuten, aber
13.R6+1
war tatsächlich Matt. Wir analysierten noch ein bisschen, die schwarze Stellung war schon sehr schwierig. 12…K5=6 hilft nicht: 13.R6+1 K6+1 (13…A5-4 14.R6=4 und matt) 14.R6=4 A5+6 15.R6-1 K6-1 16.R4+6 matt. Während der Partie hielt ich 12…E7+5 für am besten, aber nach 13.C++3 steht Rot mit beiden Wagen und beiden Kanonen praktisch im schwarzen Palast.

2.5/6 sah dann schon erträglicher aus.