2. Überwunden, so in die Enge gebracht, daß man sich nicht mehr zu helfen weiß; eine gleichfalls im Ganzen veraltete Bedeutung. Im mittlern Lat. mattus, Franz. mate. Man sagte ehedem, jemanden matt sprechen, ihn auffordern, sich für überwunden zu erklären. Wer hoeftis halb das messer hat Der mag dem andern sprechen matt, der Burggraf von Riedenburg. Ein vigent dem kuinig spricht mat, ebend. Im Deutschen gebraucht man es nur noch in dem Schachspiele, wo der Schach oder König matt wird, wenn er völlig überwunden ist, so daß er keinen Zug mehr thun kann. Sie hant das spil verloren und er eine tuot in allen mat, Walther von der Vogelweide. Im Franz. mat, und selbst im Persischen, aus welchen Gegenden dieses Spiel in Europa bekannt geworden, mat. ( S. Matsch,) welches gleichfalls hiervon abzustammen scheinet. Man hatte ehedem auch das Hauptwort Mat, welches noch bey dem Stryker vorkommt, und das Verderben bedeutet, Isländ. Maat.

Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart (1774-1786)