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	<title>Schachblätter &#187; Remis</title>
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	<description>Eine Rumpelkammer auf zweimal 32 Feldern</description>
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		<title>Eine kleine Regelkunde</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 04:39:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Regelkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Remis]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitüberschreitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser lokaler Regel-Papst schickte mir nach nachfolgenden Fall zur geistigen Erbauung der Leserschaft. Thema ist natürlich Ziffer 10.2 der FIDE-Regeln: 
In einem Open mit insgesamt fünf Stunden Bedenkzeit hält Weiß am Zug mit nur noch 53 Sekunden auf der elektronischen Uhr selbige an, um Remis nach Ziffer 10.2. zu reklamieren. Das Brett ist noch voller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser lokaler Regel-Papst schickte mir nach nachfolgenden Fall zur geistigen Erbauung der Leserschaft. Thema ist natürlich Ziffer 10.2 der FIDE-Regeln: </p>
<p>In einem Open mit insgesamt fünf Stunden Bedenkzeit hält Weiß am Zug mit nur noch 53 Sekunden auf der elektronischen Uhr selbige an, um Remis nach Ziffer 10.2. zu reklamieren. Das Brett ist noch voller Figuren und Bauern. Schwarz mit noch gut einer Stunde Bedenkzeit hat in etwa Turm und Läufer mehr, sein König tanzt aber irgendwo auf der 6. Reihe rum und Weiß hat Dame und Turm auf der 7. Reihe. Er erklärt dem Schiedsrichter, dass er Dauerschach geben wolle, dem könne sich Schwarz nicht entziehen.</p>
<p>Der Schiri schaut kurz auf die Stellung und lässt weiterspielen. Weiß überlegt jetzt ca. 20 Sekunden an seinem Zug und gibt &#8212; logischerweise &#8212; Schach, Schwarz zieht sofort gegen (und notiert dabei korrekt), um Weiß keine Gelegenheit zum Nachdenken zu geben. Der Plan von Schwarz ist offensichtlich, in Richtung der Ecke h1 zu rennen, um dem Dauerschach zu entgehen, er hat auch noch einen Bauern auf der 3. Reihe (g3 oder f3). Weiß überlegt erneut ca. 20 Sekunden und Schwarz zieht wider sofort dagegen. Weiß mit noch 12 Sekunden auf der Uhr überlegt erneut &#8212; bis das Blättchen fällt. ABER: Es steht ein Matt in zwei Zügen auf dem Brett!</p>
<p>Argument Schwarz: Ich habe wegen Zeitüberschreitung gewonnen.<br />
Argument Weiß: Das ist Remis, Schwarz kann nicht mehr gewinnen, da er in zwei Zügen Matt ist.</p>
<p>Wie würden Sie entscheiden?</p>
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		<title>Isländisch III</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 15:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
		<category><![CDATA[Isländisch]]></category>
		<category><![CDATA[Remis]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir gerade den schwedischen Ausdruck für &#8220;remis&#8221; diskutiert haben, will ich das Problem für das Isländische gleich vorbeugend angehen. Allerdings konnte ich bislang nur das Substantiv für &#8220;Remis&#8221; oder &#8220;Unentschieden&#8221; herausbekommen &#8212; jafntefli. Das Präfix jafn- [gesprochen jabn] taucht in vielen Komposita auf und bedeutet &#8220;gleich&#8221;. Ein Adjektiv für &#8220;remis&#8221; konnte noch nicht ermittelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://schachblaetter.de/lund-2/23-09-2008/#comment-4864">Nachdem wir gerade den schwedischen Ausdruck für &#8220;remis&#8221; diskutiert haben</a>, will ich das Problem für das Isländische gleich vorbeugend angehen. Allerdings konnte ich bislang nur das Substantiv für &#8220;Remis&#8221; oder &#8220;Unentschieden&#8221; herausbekommen &#8212; <em>jafntefli</em>. Das Präfix <em>jafn-</em> [gesprochen jabn] taucht in vielen Komposita auf und bedeutet &#8220;gleich&#8221;. Ein Adjektiv für &#8220;remis&#8221; konnte noch nicht ermittelt werden, man scheint auf Isländisch &#8220;Remis machen&#8221; zu sagen: <a href="http://skak.blog.is/blog/skak/entry/649744/">Hannes gerði jafntefli við Becerra.</a> Die Deklination ist <a href="http://iceland.spurl.net/tunga/VO/leit.php?q=jafntefli">sächlich und angenehm einfach</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 13:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
		<category><![CDATA[Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Remis]]></category>

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		<description><![CDATA[I think I would be able to make a draw with God with white. I play the Ruy Lopez and this will be so balanced that I won’t lose. Maybe if He’ll play the Sicilian it would be difficult&#8230; but no, I’ll play Bc4 and I’m better, so what can He do? Unless He would [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>I think I would be able to make a draw with God with white. I play the Ruy Lopez and this will be so balanced that I won’t lose. Maybe if He’ll play the Sicilian it would be difficult&#8230; but no, I’ll play Bc4 and I’m better, so what can He do? Unless He would use tricks, like clouding your mind&#8230;</p></blockquote>
<p>Bobby Fischer (via <a href="http://www.chesscafe.com/hans/hans.htm">Hans Ree</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Out Of Mexico (17)</title>
		<link>http://schachblaetter.de/out-of-mexico-17/04-01-2008/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 16:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitungsschau]]></category>
		<category><![CDATA[Grischtschuk]]></category>
		<category><![CDATA[Kramnik]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Remis]]></category>

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		<description><![CDATA[
Darf man in einer solchen Stellung Remis machen? Grischuk und Kramnik vereinbarten hier in der 11. Runde des Weltmeisterschaftsturniers von Mexiko nach zwölfeinhalb Zügen Remis. Wir zeigen die ganze Partie – es ist ja nicht so viel: 
1.e4 e5 2.Sf3 Sf6 3.d4 Sxe4 4.Ld3 d5 5.Sxe5 Sd7 6.Sc3 Sxc3 7.bxc3 Sxe5 8.dxe5 Le7 9.Dh5 Le6 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://schachblaetter.de/wp-content/uploads/grischukkramnik.jpg' alt='grischukkramnik.jpg' /></p>
<p>Darf man in einer solchen Stellung Remis machen? Grischuk und Kramnik vereinbarten hier in der 11. Runde des Weltmeisterschaftsturniers von Mexiko nach zwölfeinhalb Zügen Remis. Wir zeigen die ganze Partie – es ist ja nicht so viel: </p>
<p><strong>1.e4 e5 2.Sf3 Sf6 3.d4 Sxe4 4.Ld3 d5 5.Sxe5 Sd7 6.Sc3 Sxc3 7.bxc3 Sxe5 8.dxe5 Le7 9.Dh5 Le6 10.Tb1 Dd7 11.Lg5</strong><br />
11.h3 b6 (11&#8230;0–0–0 12.Lb5 c6 13.La6 bxa6 14.De2) 12.0–0 g6 13.Dh6 war ein Verbesserungsversuch in Sutovsky-Shirov (Kemer 2007)<br />
<strong>11&#8230;c6</strong><br />
<em>New in Chess 12/2007</em> setzt für diese Neuerung Kramniks ein Ausrufezeichen.<br />
11&#8230;0–0–0 12.Lb5 (12.0–0 h6 13.Lxe7 Dxe7 14.De2 Dc5 15.Dd2 d4 16.cxd4 Txd4) 12&#8230;c6 13.La6 geschah in der Partie Sutovsky-Sakaev (Dresden 2007). Ein schönes Manöver, welches der Rechner allerdings, anders als 11&#8230;c6, ohne zu zögern anzeigt. Es ging weiter mit 13&#8230;Lg4 (13&#8230;g6 14.Lxb7+ Dxb7 15.Txb7 gxh5 16.Txe7; 13&#8230;bxa6 14.De2 Dc7 15.Dxa6+ Kd7 16.Tb7 ist gleichfalls hoffnungslos) 14.Dxf7 Lxg5 15.Txb7 Dxf7 16.Txf7+ Kb8 17.0–0 Lc8 18.Tb1+ Ka8 19.Lxc8 Txc8 20.Tbb7 Tce8 21.Txa7+ Kb8 22.Tfb7+ Kc8 23.Txg7 Kb8 24.g3 Ld2 25.Tgb7+ Kc8 26.Tc7+ Kb8 und Weiß sollte jetzt nach 27.Tab7+ Ka8 28.f4 Lxc3 29.Txh7 gewinnen;<br />
11&#8230;b6 12.Lb5 c6 13.Lxe7 cxb5 14.Ld6 ist auch weißer Vorteil.<br />
<strong>12.0–0 Lxg5 13.Dxg5 ½-½</strong></p>
<p><em>Schach 11/2007</em> zitiert zunächst die Erklärung Kramniks aus der anschließenden Pressekonferenz (er habe seine Gegner durch die Ablehnung des Remisgebotes nicht beleidigen wollen, ein zusätzlicher Ruhetag sei hilfreich, er respektiere die Logik des Schachs) um dann zum ganz großen Rundumschlag auszuholen:</p>
<blockquote><p>Die Spitzenspieler und das breite Publikum sind nicht kompatibel. Niemand von der Basis versteht diesen merkwürdigen Ehrenkodex der Profis, mit Schwarz eine ausgeglichene Stellung gegen ihresgleichen nicht weiterspielen zu wollen, um den Gegner nicht zu beleidigen. Selbst wenn es um die letzte Chance geht, den Weltmeistertitel zu verteidigen.</p></blockquote>
<p>Nun mag man ja darüber streiten, um man ein solches Verhalten als höflich oder manierlich ansehen will oder auch nicht. Mir scheint dieser Streit auf den Punkt zurückzuführen, ob man Schach in erster Linie als Spiel oder als Sport versteht. Ich möchte mich nur gegen die stillschweigende Einvernahme der „Basis“ wehren – zu der ich mich auch zähle. Mich hat dieses Remis überhaupt nicht gestört. Meines Erachtens ist es Sache der Spieler, ein Remis zu vereinbaren – oder auch nicht. (In Mannschaftskämpfen kann etwas anderes gelten.) Solange das Remis nicht abgesprochen oder gar bezahlt ist und (etwa bei offenen Turnieren) keine Wettbewerbsverzerrung eintritt, wüsste ich nicht, was dagegen einzuwenden ist, wenn zwei gleichstarke Spieler eine ausgeglichene Stellung nicht ausspielen. Ich hatte nichts gegen die unzähligen Remisen und den Zweikämpfen zwischen Kasparov und Karpov. Ich finde vielmehr einen Weltcupmodus problematisch, der einen solchen Spieler wie Aronian dazu bringt, ein totremises Turmendspiel endlos weiterzuspielen. Das finde ich eher unwürdig, als dieses Remis nach zwölfeinhalb Zügen.</p>
<p>Just my two cents.  </p>
<p><a href="http://schachblaetter.de/partien/outofmexiko17/outofmexiko17.htm">Partie nachspielen</a></p>
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		<title>Malmö Open 2007 (3)</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 15:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Support Your Local Heroes]]></category>
		<category><![CDATA[lagom]]></category>
		<category><![CDATA[Malmö]]></category>
		<category><![CDATA[Remis]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schweden bezeichnen sich manchmal als Einwohner des &#8220;Lagom-Landes&#8221;. Lagom ist ein Wort, welches man schwer ins Deutsche übersetzen kann. Es bedeutet ungefähr &#8220;nicht zu viel und nicht zu wenig&#8221; oder &#8220;genau richtig&#8221;. Lagom ist ein guter Ausdruck für ein egalitäres Land wie Schweden. Insofern sind die 3.5 Punkte von Hannes, Richard, Klaus-Peter und mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schweden bezeichnen sich manchmal als Einwohner des &#8220;Lagom-Landes&#8221;. <em>Lagom</em> ist ein Wort, welches man schwer ins Deutsche übersetzen kann. Es bedeutet ungefähr &#8220;nicht zu viel und nicht zu wenig&#8221; oder &#8220;genau richtig&#8221;. Lagom ist ein guter Ausdruck für ein egalitäres Land wie Schweden. Insofern sind die 3.5 Punkte von Hannes, Richard, Klaus-Peter und mir sehr schwedisch. Genau 50% und alle haben gleich viel. Nur Carsten wirkt mit seinen 4.5 Punkten und dem &#8211; nicht versteuerten &#8211; Ratingpreis etwas extravagant (Zu seiner Entschuldigung muss man anführen, dass ihn das Los in der letzten Runde gegen Hannes spielen ließ. Da war rein mathematisch nichts zu machen. Anders, wenn Hannes nach sechs Runden erst 2.5 Punkte gehabt hätte. Oder noch besser &#8211; beide 3 Punkte.).</p>
<p>Dumm nur, dass die Schweden im Sport gar nicht so egalitär sein wollen. Machen kein Remis. Wollen gewinnen. Vielleicht ist die schwedische Sportbegeisterung (Achtung, Laienpsychologie!) einfach <em>lagomlandets</em> Ventil.</p>
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		</item>
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		<title>Basman sagt&#8230;</title>
		<link>http://schachblaetter.de/basman-sagt/16-03-2006/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Mar 2006 16:31:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katchumo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
		<category><![CDATA[Basman]]></category>
		<category><![CDATA[Remis]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; zum Thema Remis folgendes:
Es geht ums Gewinnen, aber auch darum, an ein paar Grundsätzen festzuhalten wie dem, die Partie zu spielen und zu kämpfen. Dies war der Streit zwischen mir und Keene und Hartston. Sie lösten ihn, indem sie nicht mehr spielten. Weil sie das Verlieren nicht mochten, wollten sie die Möglichkeit minimieren, indem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; zum <a href="http://schachblaetter.de/index.php?s=remis+n%C3%B6">Thema Remis</a> folgendes:</p>
<blockquote><p>Es geht ums Gewinnen, aber auch darum, an ein paar Grundsätzen festzuhalten wie dem, die Partie zu spielen und zu kämpfen. Dies war der Streit zwischen mir und Keene und Hartston. Sie lösten ihn, indem sie nicht mehr spielten. Weil sie das Verlieren nicht mochten, wollten sie die Möglichkeit minimieren, indem sie rasch Remis anboten.<br />
&#8230;<br />
Ich stehe auf dem Standpunkt, daß du spielen mußt, oder du kneifst. Ein Remis früh anbieten &#8211; das ist kein Schach.
</p></blockquote>
<p>Kaissiber Nr. 7 (1998)</p>
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		<title>&#8220;Remis?&#8221; &#8211; &#8220;Nö!&#8221;</title>
		<link>http://schachblaetter.de/remis-noe/13-01-2006/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2006 20:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katchumo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
		<category><![CDATA[Remis]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir die Überschrift mal als einen sehr kurzen Dialog betrachten, dann möchte ich hier eine Lanze für den Neinsager brechen. Als Begründung werfe ich gleich mal einige Überlegungen zum Remis hinterher. 
Ich finde nämlich, es sollten viel mehr Remisgebote abgelehnt werden. So! Bevor ich beginne, das weiter auszuwalzen, bitte ich, auf einen für mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir die Überschrift mal als einen sehr kurzen Dialog betrachten, dann möchte ich hier eine Lanze für den Neinsager brechen. Als Begründung werfe ich gleich mal einige Überlegungen zum Remis hinterher. </p>
<p>Ich finde nämlich, es sollten viel mehr Remisgebote abgelehnt werden. So! Bevor ich beginne, das weiter auszuwalzen, bitte ich, auf einen für mich wichtigen Unterschied zu achten: nämlich dem zwischen einer „remisen“ und einer „ausgeglichenen“ Stellung. „Remis“ ist eine Stellung für mich dann, wenn als Gewinnoptionen nur noch die Zeit oder aber endloses, unkreatives Ziehen, das auf einen Einsteller des anderen hofft, bleiben. In diesen beiden Fällen kann man wohl ruhig einwilligen und ohne überflüssige Zeitverschwendung an den Gedankenaustausch in Form der Analyse gehen.</p>
<p>Zurück ans Brett und in die Realität! Man sitzt so da, spielt, überlegt, rechnet oder geht gelangweilt durch den Turniersaal und auf einmal wird man mit einem Remisangebot des Gegenübers konfrontiert! Was könnte diesen dazu bewogen haben, gerade jetzt eine Punkteteilung zu offerieren? Die Stellung ist remis. Gut, der Fall ist klar: annehmen und den Rest des Tages sinnvoll gestalten!</p>
<p>Anderer Fall! Die Stellung ist ausgeglichen, lässt aber durchaus noch die Entwicklung einiger Ideen zu, die nicht nur auf völlige geistige Umnachtung des Gegners bauen. Warum dann jetzt schon annehmen? Wenn Ausgleich ein Kriterium wäre, hätte ich schon arge Probleme, die Grundstellung in Angriff zu nehmen (und wer jetzt behauptet, Weiß hat in der Grundstellung einen Vorteil, der weise mir das bitte nach. Und zwar nicht nur anhand diverser Erfolgsstatistiken. Analysen sind gefragt!). Hat der Gegner vielleicht Angst? Gut, ist doch ein Grund weiter zu spielen. Das kann ja nur seine Objektivität beeinflussen.<br />
Hat er keinen Bock mehr? Hervorragend, dann könnte sich Oberflächlichkeit einschleichen und das Stellungsgleichgewicht neigt sich zu meinen Gunsten.</p>
<p>Sieht er Varianten, die schlecht für ihn enden, die in Wirklichkeit aber nicht existieren? Macht nix! Vielleicht fürchtet er sich so sehr, dass er eben diese Varianten (unnötigerweise) meidet und sich mit anderen, realen Nachteilen zufriedengibt.</p>
<p>Betrachtet er die Stellung als „remis“? Wenn die Stellung noch Platz für sinnhafte Gewinnversuche lässt, kann man die vor Remisschluss bestimmt noch austesten. Zumal sie dem Gegner entgehen könnten. Schließlich ist die Stellung in seinen Augen „remis“ und er braucht so seiner Meinung nach nur die Puppen zusammmen zu halten.<br />
Wovor man sich nach dem Ablehnen eines Angebots allerdings hüten sollte, ist sich zum Gewinnen verpflichtet zu fühlen. Schließlich ist die Stellung im Zweifelsfall nur ausgeglichen und das korrekte Ergebnis lautet somit Unentschieden. Nur ist Spielen eben nicht verboten, sondern vom Spielgedanken her sogar ausdrücklich gefordert, also heißt&#8217;s dem inneren Schweinehund ein Würstchen hinzuwerfen, damit er Ruhe gibt und weitergespielt.</p>
<p>An dieser Stelle bleibt mir noch anzumerken: „Ich bin nicht frei von Schuld! Ich habe mich diverser Kurzremisen schuldig gemacht!“ Für jedes kann ich einen in meinen Augen plausiblen Grund angeben. Trotzdem ist zumindestens die Zahl meiner ausgespielten Partien in letzter Zeit gestiegen und ich behaupte, so hatte ich mehr vom Schach.</p>
<p><strong>CH</strong></p>
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