Als Missverständnis wollte Schrempp auch den folgenschwersten Lapsus seiner Karriere abtun. Der unterlief ihm am 30. Oktober 2000 in einem Interview mit der britischen „Financial Times“ („FT“). An jenem Tag geriet das innere Ego-Tier völlig außer Rand und Band. Er habe immer darauf gezielt, teilte Schrempp der Finanzwelt via „FT“ mit, Chrysler zu einer Abteilung des Gesamtkonzerns zu machen. Aus taktischen Gründen habe er zunächst von einer Fusion unter Gleichen gesprochen: „Als Schachspieler rede ich normalerweise nicht über den zweiten oder dritten Zug.“ Und er schob nach: „Die Struktur, die wir jetzt haben mit Chrysler, war immer die Struktur, die ich wollte.“ Dieses Interview wurde das teuerste in der Unternehmensgeschichte.

Via brand eins 3/2007. Redet man denn über den ersten Zug?