Seit zwei Spieltagen spiele ich in einem Vereinstrikot. Bis jetzt liege ich bei 0/2. Am Sonntag gastierte unsere 2. Mannschaft beim SV Warnemünde. Mit einem Sieg konnten wir die Landesliga gewinnen, sportlich freilich ohne weitere Folgen, weil in der Oberliga ja schon die 1. Mannschaft spielt. Auch Warnemünde wollte gewinnen, um die Klasse zu halten. Am Ende ging es 4-4 aus. Ich bin schuld. Und das kam so:

kalhornschumacher
4b1k1/7p/2p2bp1/p2p1p2/Nq1Pn3/1Q1BPNP1/P4P1P/5K2 w – – 0 26

Man sieht deutlich, dass ich im Minoritätsangriff gegen Dirk Schumacher nichts herausgeholt hatte. Tatsächlich hatte ich schon ein paar genaue Züge machen müssen, um nicht in Nachteil zu geraten. Ich wollte jetzt die Damen tauschen und dann mit Zügen wie Sf3-e1-c2, Ld3xe4 und Sa4-c5 gegen den Bauern b4 spielen. Mir war schon klar, dass das nicht gewinnen würde, aber gegen ein angenehmes Endspiel ist ja nichts einzuwenden. Zuletzt waren Kg1-f1 (führt den König ins Zentrum) und Lg7-f6 (aha, ihm fällt auch nichts ein, vielleicht will er g6-g5 ziehen) gekommen. Und jetzt überstimmten die Endspielregeln „Der König ist eine starke Figur“ und „Nichts überstürzen (die Dame schlage ich anschließend und mein König steht dann noch besser als jetzt)“ den taktischen Grundsatz „Achte auf Springergabeln“:

26.Ke2 Dxa4
0-1

Carsten und Jens hörten sich später dankenswerterweise meine ausufernden Erklärungsversuche an. Für einen Moment hatte ich das starke Bedürfnis, mit dem Schach aufzuhören.