Superschach ist eine holländische Erfindung. Gespielt wird auf einem normalen 8×8-Brett mit gewöhnlichen und mit ungewöhnlichen Figuren. Die Spieler einigen sich vor der Partie über die Grundstellung und darüber, welche neuen Figuren sie verwenden wollen. Dabei ersetzt zunächst der Weiße, soweit er möchte, die Figuren am Königsflügel. Der Schwarze stellt sodann dort die Symmetrie her und kann, wenn er möchte, Figuren am Damenflügel austauschen. Der Weiße komplettiert dann seinen Damenflügel. Mittlerweile gibt es mindestens acht neue Figuren – Giraffe, Elefant, Prinzessin und einiges mehr. Die nebenstehende Amazone vereint zum Beispiel – nicht schwer zu erraten – die Zugmöglichkeiten des Springers und der Dame miteinander. Besonders schön: Eine Femme Fatale – sie kann wie ein Springer und wie ein Baron (zwei Felder in der Diagonale) springen – aber nicht schlagen.

The Femme Fatale makes nonagressive

Der Idee des Spieles ist es, das Schach zu erweitern und das Studium der Eröffnungstheorie überflüssig zu machen. Am 28. Januar beginnt die 3. Holländische Meisterschaft im Superschach. Brauchen wir so etwas auch?

StK