Ein paar Gedanken nach dem Viertelfinale:

1. Der Modus produziert in der Tendenz Sicherheitsschach. Bei nur vier Matchpartien bedeutet ein Partieverlust fast das Ausscheiden (siehe Topalow, Mamedyarov). In derselben Zeit könnte man auch ein doppelrundiges Turnier veranstalten (2×7=4+4+6).

2. Der Turniermodus begünstigt aber diejenigen, die am besten gegen die untere Tabellenhälfte punkten. Beim Knockout-System kann dagegen jeder Underdog gewinnen, solange er noch im Turnier ist. Ich nehme an, das war der Grund für Carlsens Absage. Aus Sicht des Marketings war das Risiko zu hoch, das Turnier nicht zu gewinnen.

3. Zuschauen macht Spaß. Die Videoübertragung ist spannend. Es ist aufregender, das Brett und die Spieler statt nur ein Diagramm zu sehen.

4. Russischkenntnisse sind von Vorteil.

5. Schach ist remis.

6. Das Orthodoxe Damengambit ist zurück (siehe auch 1. und 5.).

7. Auch DGT-Uhren können kaputtgehen.