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	<title>Schachblätter &#187; Topalow</title>
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	<description>Eine Rumpelkammer auf zweimal 32 Feldern</description>
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		<title>Out Of Kazan</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 08:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein paar Gedanken nach dem Viertelfinale:
1. Der Modus produziert in der Tendenz Sicherheitsschach. Bei nur vier Matchpartien bedeutet ein Partieverlust fast das Ausscheiden (siehe Topalow, Mamedyarov). In derselben Zeit könnte man auch ein doppelrundiges Turnier veranstalten (2&#215;7=4+4+6).
2. Der Turniermodus begünstigt aber diejenigen, die am besten gegen die untere Tabellenhälfte punkten. Beim Knockout-System kann dagegen jeder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar Gedanken nach dem <a href="http://kazan2011.fide.com/">Viertelfinale</a>:</p>
<p>1. Der Modus produziert in der Tendenz Sicherheitsschach. Bei nur vier Matchpartien bedeutet ein Partieverlust fast das Ausscheiden (siehe Topalow, Mamedyarov). In derselben Zeit könnte man auch ein doppelrundiges Turnier veranstalten (2&#215;7=4+4+6).</p>
<p>2. Der Turniermodus begünstigt aber diejenigen, die am besten gegen die untere Tabellenhälfte punkten. Beim Knockout-System kann dagegen jeder Underdog gewinnen, solange er noch im Turnier ist. Ich nehme an, das war der Grund für Carlsens Absage. Aus Sicht des Marketings war das Risiko zu hoch, das Turnier nicht zu gewinnen.</p>
<p>3. Zuschauen macht Spaß. Die Videoübertragung ist spannend. Es ist aufregender, das Brett und die Spieler statt nur ein Diagramm zu sehen.</p>
<p>4. Russischkenntnisse sind von Vorteil.</p>
<p>5. Schach ist remis.</p>
<p>6. Das Orthodoxe Damengambit ist zurück (siehe auch 1. und 5.).</p>
<p>7. Auch DGT-Uhren können kaputtgehen.</p>
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		<title>Hartplatzhelden (9)</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 17:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
2R5/5pk1/4pn1p/6p1/p7/P2nPNPP/1r1N1PK1/8 w &#8211; - 0 32
Wieder mal ein Schnappschuss für unsere Naturschachfreunde. Wäre es hier eine gute Idee, mittels 32.Tc3 den Springer auf d3 zu fangen?
Antworten bitte als Kommentar.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://schachblaetter.de/wp-content/uploads/carlsentopalow.jpg" alt="carlsentopalow" title="carlsentopalow" width="300" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4291" /><br />
2R5/5pk1/4pn1p/6p1/p7/P2nPNPP/1r1N1PK1/8 w &#8211; - 0 32</p>
<p>Wieder mal ein Schnappschuss für unsere Naturschachfreunde. Wäre es hier eine gute Idee, mittels 32.Tc3 den Springer auf d3 zu fangen?</p>
<p>Antworten bitte als Kommentar.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Out Of Sofia (2)</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 13:38:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Carlsen war einer meiner Sparringspartner im Vorfeld des Topalow-Matches. (&#8230;) Vor dem Wettkampf meldete sich Garry Kasparow und fragte, ob er ein bisschen helfen kann. (&#8230;) Während des Matches in Sofia rief mich dann außerdem Wladimir Kramnik an; auch er wollte mich unterstützen.
Viswanathan Anand in einem FAZ-Interview. Topalow scheint nicht besonders viele Freunde in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Carlsen war einer meiner Sparringspartner im Vorfeld des Topalow-Matches. (&#8230;) Vor dem Wettkampf meldete sich Garry Kasparow und fragte, ob er ein bisschen helfen kann. (&#8230;) Während des Matches in Sofia rief mich dann außerdem Wladimir Kramnik an; auch er wollte mich unterstützen.</p></blockquote>
<p>Viswanathan Anand in einem <a href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~EAC4DBDDE8D0445F995E9A9F44227945F~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ-Interview</a>. Topalow scheint nicht besonders viele Freunde in der Weltspitze zu haben.</p>
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		<title>Out Of Sofia</title>
		<link>http://schachblaetter.de/out-of-sofia/23-02-2009/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 21:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird nicht verwundern, dass meine Sympathien beim Kandidatenfinale Topalov-Kamsky beim amerikanischen Comeback-Kid liegen. Immerhin hat er wenigstens eine Qualifikation für diesen Wettkampf gespielt. Wobei man natürlich zugeben muss, dass Topalov in seiner jetzigen Verfassung sportlich ein würdiger Herausforderer Anands wäre. Aber bis heute lief der Wettkampf nicht schlecht für Kamsky, mit Schwarz hält das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird nicht verwundern, dass meine Sympathien beim Kandidatenfinale Topalov-Kamsky beim amerikanischen Comeback-Kid liegen. Immerhin hat er wenigstens eine Qualifikation für diesen Wettkampf gespielt. Wobei man natürlich zugeben muss, dass Topalov in seiner jetzigen Verfassung sportlich ein würdiger Herausforderer Anands wäre. Aber bis heute lief der Wettkampf nicht schlecht für Kamsky, mit Schwarz hält das Grünfeld-Indisch und mit Weiß durfte er in der 4. Partie demonstrieren, dass er Topalov in Sachen Spielverständnis und Technik nicht unterlegen ist. Heute wich Topalov auf 1.e4 aus und Kamsky überraschte mit Französisch. Nach dem 35. Zug von Weiß stand diese Stellung auf dem Brett.</p>
<p><img src="http://schachblaetter.de/wp-content/uploads/topalovkamsky.jpg" alt="topalovkamsky" title="topalovkamsky" width="300" height="300" class="alignnone size-full wp-image-1625" /></p>
<p>Schwarz hatte dem weißen Druck gegen den isolierten d-Bauern gut standgehalten und musste jetzt einfach nur geduldig sein. Stattdessen kam rasch<br />
<strong>35&#8230;Sb4??</strong><br />
Verständlich, dass Kamsky die Stellung endgültig ausgleichen will, aber ein unglaublicher Patzer. Die spacige Computervariante 35&#8230;f5 36.Dxf5 Se7 37.Te6 Dxg3+ 38.fxg3 Txc2+ 39.Df2 Txf2+ 40.Kxf2 muss kein Mensch sehen, aber Schwarz war weiter auf passives Abwarten angewiesen. Topalov zog sehr schnell<br />
<strong>36.Sxb4</strong><br />
und in der Videoübertragung war ein bedauernswerter Kamsky zu sehen, der sichtlich um Fassung rang. Schach kann ein sehr tragisches Spiel sein.<br />
<strong>36&#8230;axb4 37.Txd4! Df8</strong><br />
37&#8230;Dxd4 38.Txc7 Tf8 war sicherlich zäher, aber langfristig bestimmt ebenfalls verloren. Weiß stellt seinen Turm nach a4 und holt den b-Bauern auch noch ab. Jetzt ging Topalov nach<br />
<strong>38.Txd8 Dxd8 39.Txc7 Dxc7 40.Da8+ Kh7 41.De4+ Kg8 42.Dxb4</strong><br />
in ein Damenendspiel mit zwei Mehrbauern über. Schwarz hatte kein Dauerschach.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass sich Kamsky von diesem Schock in den letzten drei Partien noch erholen wird.</p>
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		<title></title>
		<link>http://schachblaetter.de/1564/06-12-2008/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 08:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Karpow]]></category>
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		<description><![CDATA[
Eine Partie aus besseren Zeiten, als Karpov in seinem zweiten Frühling und Topalov noch ein kleines Licht war (Dos Hermanos 1994).
Weiß zieht und gewinnt! Antworten bitte als Kommentar.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://schachblaetter.de/wp-content/uploads/karpovtopalov.jpg' alt='karpovtopalov.jpg' /></p>
<p>Eine Partie aus besseren Zeiten, als Karpov in seinem zweiten Frühling und Topalov noch ein kleines Licht war (Dos Hermanos 1994).</p>
<p>Weiß zieht und gewinnt! Antworten bitte als Kommentar.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Heroes</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 09:39:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitungsschau]]></category>
		<category><![CDATA[Fischer]]></category>
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		<description><![CDATA[Man durfte gespannt sein, wie New in Chess 2/2008 die publizistische Herausforderung durch Fischers Tod meistern würde. Natürlich souverän. Das Heft macht mit einem 24-seitigen Artikel von Dirk Jan van Geuzendam auf, der nach Island gefahren ist und mit einem Großteil der Menschen sprechen konnte, die Fischers Asyl auf der Atlantikinsel organisiert haben und ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man durfte gespannt sein, wie <a href="http://www.newinchess.com/">New in Chess</a> 2/2008 die publizistische Herausforderung durch Fischers Tod meistern würde. Natürlich souverän. Das Heft macht mit einem 24-seitigen Artikel von Dirk Jan van Geuzendam auf, der nach Island gefahren ist und mit einem Großteil der Menschen sprechen konnte, die Fischers Asyl auf der Atlantikinsel organisiert haben und ihm den letzten drei Jahren begegnet sind. 24 Seiten ohne ein einziges Schachdiagramm &#8211; sehr passend für einen Spieler, der das Interesse am Schach verlor, nachdem er Weltmeister geworden war. Stattdessen entsteht ein berührendes Bild eines schwerkranken Menschen. Ein antiamerikanischer Amerikaner. Ein antisemitischer Jude. Ein Idol auf der Flucht. Paranoid und misstrauisch. Vielleicht ein Ehemann und Vater. Ein Kinderfreund. Ein Leser. Ein Gesprächspartner für den Leiter der Álfaskólinn. Ein Musikliebhaber, der jede Zeile von Jackie Wilson kannte. Der Patti Smith und Björk auf Island traf. Der seine Freunde vor dem Kopf stieß. Der sich nicht helfen ließ. Der noch leben könnte.</p>
<p>Jan Timman berichtet über ein Treffen mit Fischer im Frühjahr 1990. Fischer zeigte ihm einige Analysen auf seinem legendären deutschen Taschenschach. Nach einer langen Nacht saß Timman morgens in seinem Hotel und schrieb alles auf, woran er sich noch erinnern konnte. Jonathan Rowson notiert 60 Fischer-Momente in seinem Leben &#8211; wodurch ein fast schon poetisch zu nennender Text entsteht. Der Kasparov-Kolumne zu Fischer ist schließlich ein Zwiespalt anzumerken: Fischer war gewiss groß, aber größer als ich?</p>
<p>Viele große Namen. Umso mehr fällt die Differenz zum gegenwärtigen Spitzenschach ins Auge. Topalov kommentiert seine berühmte Partie gegen Kramnik in Wijk aan Zee auf eine etwas widerliche Weise. Natürlich habe Kramnik in Elista auf der Toilette betrogen, ansonsten sei ja gar nicht zu erklären, wie er diesen Wettkampf habe verlieren können. Offenbar scheint an dieser Litanei niemand mehr so recht Anstoß zu nehmen wollen. Für meinen Geschmack etwas zu viel Hochmut vom jemandem, der 21 Züge (fremde) Vorbereitung abgespult und das Turnier gerade mit -1 abgeschlossen hat. Hinzu kommt das traurige Handschlag-Kapitel Cheparinovs aus dem B-Turnier. Short findet in seinem Kommentar der Nachholepartie deutliche Worte dafür. Auch Movsesian, der Turniersieger, kommt auf diesen Vorfall zurück und schildert, dass er sich deswegen in seiner Partie längere Zeit nicht richtig habe konzentrieren können. Dieses Aspekt war mir neu. Mal sehen, wer im nächsten Jahr nach Wijk eingeladen wird. </p>
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		<title>Wenn ich mir was wünschen dürfte</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 13:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitungsschau]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitschrift Schach]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit langer Zeit wieder mal die Schach-Zeitung (das Septemberheft) gekauft. Hauptsächlich, weil mir beim Durchblättern die Mannschaftsaufstellungen für die kommende Bundesliga-Saison aufgefallen waren und mich die Meinung der Redaktion dazu interessierte. Die Ausländerdiskussion scheint mittlerweile durch zu sein, gleichwohl kann man Dirk Poldauf nur beipflichten, der angesichts der Aufstellung des Aufsteigers aus Trier etwas ratlos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit langer Zeit wieder mal die <a href="http://www.zeitschriftschach.de/zeitung/zeitung.htm">Schach-Zeitung</a> (das Septemberheft) gekauft. Hauptsächlich, weil mir beim Durchblättern die Mannschaftsaufstellungen für die kommende Bundesliga-Saison aufgefallen waren und mich die Meinung der Redaktion dazu interessierte. Die Ausländerdiskussion scheint mittlerweile durch zu sein, gleichwohl kann man Dirk Poldauf nur beipflichten, der angesichts der Aufstellung des Aufsteigers aus Trier etwas ratlos die Frage nach der dahintersteckenden Philosophie aufwirft. Es mutet schon etwas komisch an, wenn diverse Mäzene (natürlich gibt es Ausnahmen am Ende der Setzliste) zu den Spieltagen ihre internationalen Titelträger zusammentrommeln, um eine deutsche Meisterschaft auszuspielen. Ob sich die Fans (Gibt es so etwas beim Schach?) tatsächlich mit einer deutschen Mannschaft eher identifizieren würden, wie Dirk Poldauf meint, scheint mir nicht so klar zu sein &#8211; beim Fußball ist es jedenfalls nicht unbedingt so. Weitaus dringlicher erscheint mir die Frage, ob der angesichts der Zahl der in Deutschland organisierten Schachspieler erschreckende Zustand des deutschen Spitzenschachs nicht auch mit dieser Entwicklung in den deutschen Ligen zusammenhängt. Ganz abgesehen von dem betrüblichen Umstand, dass sich eine Amateur-Oberligamannschaft aus der Provinz wie die <a href="http://www.greifswaldersv.de/wiki/pmwiki.php?n=Main.0708Erste">meinige</a> in der dritten Liga auf einmal einer Reihe von (deutschen) Spielern gegenübersieht, die eigentlich mindestens 2. Liga spielen sollten, statt uns das Leben schwer zu machen. Mal ganz abgesehen davon, dass es auch in der Oberliga schon diverse Profis gibt.</p>
<p>Ansonsten setzt die Zeitung ihren eher Topalov-freundlichen Kurs fort, der Bulgare kommentiert das Teilnehmerfeld der Weltmeisterschaft von Mexiko, leider nicht ohne die zu erwartenden Stereotypen (Kramnik ist durch das Reglement bevorteilt, wird sich seinen Herausforderer aussuchen und bekommt von seinen Freunden Remisen geschenkt, Svidler ist nicht ehrgeizig genug, Morozevich punktet nur gegen schwächere Gegner gut, Grischuk pokert zu viel etc.).</p>
<p>Empfehlenswert das Interview mit Ferdinand Unzicker, ein bisschen skurril ein neurowissenschaftlicher Aufsatz von Roland Grabner, in dem unter anderem nachgewiesen wird, dass starke Schachspieler Schachaufgaben schneller lösen als schwächere Schachspieler. Heureka!</p>
<p>Wenn ich mir was wünschen dürfte? Dann würde ich mir statt der zuweilen ermüdenden Turnierberichte etwas mehr Perspektive von unten wünschen. Etwas, was der schachlichen Lebenswirklichkeit der U-2300-Spieler näher kommt, als der immerwährende Schachzirkus dort oben. </p>
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		<title>Dear Mr. Topalov,</title>
		<link>http://schachblaetter.de/dear-mr-topalov/13-05-2007/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2007 16:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Ziehe deine Dame nicht schon früh in der Eröffnung heraus.
2. Ziehe deine Dame nicht mehr als einmal in der Eröffnung, wenn du es vermeiden kannst. Drei-, vier, fünf- oder zehnmal ist ungünstig.
3. Wenn dein König in der Mitte ist, öffne nicht das Zentrum. Beonders wenn dein Gegner schon rochiert hat. Das folgt dem allgemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>1. Ziehe deine Dame nicht schon früh in der Eröffnung heraus.<br />
2. Ziehe deine Dame nicht mehr als einmal in der Eröffnung, wenn du es vermeiden kannst. Drei-, vier, fünf- oder zehnmal ist ungünstig.<br />
3. Wenn dein König in der Mitte ist, öffne nicht das Zentrum. Beonders wenn dein Gegner schon rochiert hat. Das folgt dem allgemeinen Prinzip, die Stellung bei Entwicklungsrückstand geschlossen zu halten.<br />
4. Wenn wir von Königen in der Mitte reden: „Rochade“ ist eine Regel, die es erlaubt, den König schleunigst auf dem Flügel in Sicherheit zu bringen und zugleich einen Turm zu entwickeln.<br />
5. Türme können zur Seite oder nach oben oder nach unten soweit ziehen, wie sie wollen. Ich erwähne das nur, weil du bis zu deinem Verlust keinen deiner Türme bewegt hast, vielleichst hast du vergessen, wie sie ziehen. In Zukunft könnte das Ziehen deiner Türme dir helfen, länger als 29 Züge durchzuhalten.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.chessunderground.org/2007/05/12/dear-mr-topalov/">Chess underground</a> mit Fanpost für Veselin Topalov. Zum besseren Verständnis empfiehlt sich das Nachspielen der Partie <a href="http://chessmind.powerblogs.com/files/mtel2007_rd3.htm">Mamedyarov – Topalov</a> (Sofia 2007).</p>
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		<title>Transatlantiker (12)</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2007 14:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Topalow]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die 13. Runde in Linares sah drei Remispartien und einen aufregenden Kampf zwischen Morozevich und Topalov, die sich nicht besonders zu mögen scheinen. Morozevich lenkte die Partie sehr frühzeitig außerhalb aller theoretischen Fahrwasser und gewann schließlich nach sechseinhalb Stunden und zweimaliger Zeitnot ein aufregendes Endspiel. Nach 52 Zügen war die Stellung aus dem ersten Diagramm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='/wp-content/images/morozevichtopalov.gif' alt='' /></p>
<p>Die 13. Runde in Linares sah drei Remispartien und einen aufregenden Kampf zwischen Morozevich und Topalov, die sich nicht besonders zu mögen scheinen. Morozevich lenkte die Partie sehr frühzeitig außerhalb aller theoretischen Fahrwasser und gewann schließlich nach sechseinhalb Stunden und zweimaliger Zeitnot ein aufregendes Endspiel. Nach 52 Zügen war die Stellung aus dem ersten Diagramm entstanden. Morozevich spielte <strong>53.Sg4</strong>. Wahrscheinlich hätte hier 53.Kf3 mit der Idee, den h-Bauern schleunigst abzuholen, gewonnen. 53&#8230;Kd4 (53&#8230;Kb4 54.g4 Kxa4 55.Kg3 Kb5 56.Kh4 Kc6 57.Kh5 Kd6 58.Kxh6 Ke7 59.g5) 54.Kg4 Se3+ (54&#8230;Ke3 55.Kh5 Kf4 56.g4) 55.Kh3 und Weiß bewegt König und g-Bauern langsam nach vorn. 53.g4 mit derselben Idee sah auch vielversprechend aus. In der Folge vermied Topalov ein Remis und konnte nach Springertausch den e-Bauern sogar einen Halbzug vor Morozevichs a-Bauern verwandeln. Tatsächlich war das Damenendspiel aber wegen des vom König unterstützten vorgerückten g-Bauerns besser für Weiß.</p>
<p><img src='/wp-content/images/morozevichtopalov2.gif' alt='' /></p>
<p>Nach 69 Zügen stand schließlich die Stellung aus dem zweiten Diagramm auf dem Brett. Zeit für die unbarmherzigen Tablebases: <strong>70.g6?</strong> 70.Df1+! Kb2 71.Df2+ Kb1 72.g6 hätte &#8211; warum auch immer &#8211; gewonnen. <strong>70&#8230;e4?</strong> 70&#8230;Dh1+! 71.Kg7 Dg2 72.Dxe5 Df3! hätte &#8211; warum auch immer &#8211; Remis gehalten. <strong>71.g7 e3 72.Dc3+ Kb1 73.Dxe3 Dh1+ 74.Kg6 Dg2+ 75.Dg5 Dc6+ 76.Kh7 Db7 77.Dg1+ Ka2 78.Dh2+ Ka1 79.Kh8 De4 80.g8D</strong> und Topalov mochte den Trick 80&#8230;Dh7+ nicht mehr ausprobieren.</p>
<p><strong>Stand vor der letzten Runde</strong>:</p>
<p>1 Anand 8<br />
2 Carlsen 7½<br />
3 Svidler 7<br />
4-5 Aronian, Morozevich 6½<br />
6 Ivanchuk 6<br />
7 Topalov 5½<br />
8 Leko 5</p>
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		<title>Transatlantiker (10)</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 10:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[World Wide Chess]]></category>
		<category><![CDATA[Linares]]></category>
		<category><![CDATA[Swidler]]></category>
		<category><![CDATA[Topalow]]></category>

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Das Turnier in Linares biegt auf die Zielgeraden ein. Thema der 11. Runde war natürlich der Sieg Carlsens gegen Ivanchuk, der den Norweger wieder auf einen halben Punkt an den führenden Anand heranbrachte. Diese Partie ist andernorts schon ausführlich besprochen worden (#1, #2, #3). Interessant für mich war das Aufeinandertreffen von Svidler und Topalov. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='/wp-content/images/svidlertopalov.gif' alt='' /></p>
<p>Das Turnier in Linares biegt auf die Zielgeraden ein. Thema der 11. Runde war natürlich der Sieg Carlsens gegen Ivanchuk, der den Norweger wieder auf einen halben Punkt an den führenden Anand heranbrachte. Diese Partie ist andernorts schon ausführlich besprochen worden (<a href="http://entwicklungsvorsprung.de/?p=105">#1</a>, <a href="http://www.chessvibes.com/?p=654">#2</a>, <a href="http://chessmind.powerblogs.com/files/morelia_linares_2007_rd11.htm">#3</a>). Interessant für mich war das Aufeinandertreffen von Svidler und Topalov. In Wijk aan Zee hatte Svidler seine an sich verlorenen Weißpartie gegen Topalov noch mit Glück umbiegen und gewinnen können. Topalov ging deshalb der ungeteilte Turniersieg durch die Lappen. Davon ist der Bulgare in Linares weit entfernt. Zwar konnte er wiederum im Najdorf-Sizilianer beträchtlichen Druck aufbauen, hier entschlüpfte Peter indes ins Dauerschach: <strong>33.Sh6+ gxh6 34.Dxh6 Df5 35.g4</strong> 35.Tf1 Dd7 36.Dg6+ ist noch einfacher. <strong>35&#8230;Dc5</strong> Das Endspiel nach 35&#8230;Df6 36.Dxf6 Lxf6 37.Td6 Kg7 38.Txc6 Th8 hätte Topalov bei besserem Turnierstand vielleicht weitergespielt. <strong>36.Dg6+ Kh8 37.Dh6+ Kg8 38.Dg6+</strong> und Remis. </p>
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