harmonie

Schön, dass man noch immer Entdeckungen machen kann. Ich war ziemlich überrascht, als ich feststellte, dass eine eine Schach-Zeitschrift aus Trinwillershagen gibt. Trinwillershagen ist ein Dorf mit einer zweifelhaften Berühmtheit, ein paar Steinwürfe von meinem Heimatverein Waterkant Saal entfernt. Dort redigiert Frank Richter die Zeitschrift harmonie, die ich natürlich prompt abonniert habe. Vorgestern lag die Nummer 98 in meinem Briefkasten.

Zunächst mal ein Lob für den handgemachten sauberen Satz, daran könnte sich ein mit viel Selbstlob gestartetes anderes Unternehmen durchaus ein Beispiel nehmen. Wünschenswert wäre allerdings noch ein Beschnitt der Seiten, was das Blättern erleichtern würde.

Ansonsten eine richtige Problemschach-Zeitung: Aufgaben, Löserwettbewerb, Thematurniere, ein Bericht vom Problemschachtreffen. Die Problemisten scheinen eine Gemeinschaft zu sein. Zentral im Heft ein Theorieartikel von Günther Weeth, ich darf mal zitieren:

Wegen der Möglichkeiten für die Umfärbung von Steinen (außer den KK) sind die traditionellen Maßstäbe für die Bauernschlagfallbilanz außer Geltung. Für die strategische Konzeption gibt das magische Feld damit einen geradezu revolutionären Schub. Unter dem starken Eindruck dieser Aufgabe stellte sich dem Verfasser ziemlich schnell die Frage, welche neuen Effekte oder gar Strategien sich wohl aus der Einbeziehung eines magischen Feldes nun auch in den anticircensischen Typ des Proca Retraktors erzielen lassen könnten.

Das muss ich jetzt erstmal sacken lassen.