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	<title>Schachblätter &#187; Zweite Landesliga</title>
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	<description>Eine Rumpelkammer auf zweimal 32 Feldern</description>
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		<title>Eine Remisstellung aufgeben (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Apr 2006 04:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
In der letzten Runde der 2. Landesliga hatte sich Ernst Nauschütz mit Schwarz mit einem sehr spekulativen Figurenopfer von Karsten Manke auseinanderzusetzen. Nach heftigem Getümmel wäre Ernst in dieser Stellung mit einem Remis zufrieden gewesen. Karsten setzte hier mit 51.Tf4 fort. OK, 52.Th4+ ist eine Drohung, deshalb 51&#8230;De7. Es folgte 52.Dh5+ und &#8211; Aufgabe! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='/wp-content/images/eineremisstellungaufgeben2.gif' alt='' /> </p>
<p>In der letzten Runde der 2. Landesliga hatte sich Ernst Nauschütz mit Schwarz mit einem sehr spekulativen Figurenopfer von Karsten Manke auseinanderzusetzen. Nach heftigem Getümmel wäre Ernst in dieser Stellung mit einem Remis zufrieden gewesen. Karsten setzte hier mit <strong>51.Tf4</strong> fort. OK, 52.Th4+ ist eine Drohung, deshalb <strong>51&#8230;De7</strong>. Es folgte <strong>52.Dh5+</strong> und &#8211; Aufgabe! 52&#8230;Kg8 53.Dh8 ist matt und 52&#8230;Th6 53.Txf7+ sah zu verheerend aus. Allerdings besteht ja kein Schlagzwang und ist die weiße Dame auch bedroht. Nach 53&#8230;Kg8! hätte Weiß nicht mehr als das Dauerschach nach 54.Dxh6 Kxf7 55.Dh5+ gehabt. Das war natürlich in der Zeitnot schwer zu sehen.</p>
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		<title>Schlagzwang</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Apr 2006 04:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
In der letzten Runde der 2. Landesliga Ost trafen, wie ja bereits avisiert, die 2. Mannschaften von FHS Stralsund und des Greifswalder Schachvereins aufeinander. Zuletzt lief noch die Begegnung zwischen Austen Brost und Jens Mildner. Jens hatte &#8211; nach einem Fingerfehler im ersten Zug &#8211; die weiße Initiative gut überstanden und war nach der Zeitkontrolle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='/wp-content/images/brostmildner1.gif' alt='' /></p>
<p>In der letzten Runde der 2. Landesliga Ost trafen, <a href="http://schachblaetter.de/?p=202">wie ja bereits avisiert</a>, die 2. Mannschaften von FHS Stralsund und des Greifswalder Schachvereins aufeinander. Zuletzt lief noch die Begegnung zwischen Austen Brost und Jens Mildner. Jens hatte &#8211; nach einem Fingerfehler im ersten Zug &#8211; die weiße Initiative gut überstanden und war nach der Zeitkontrolle mit einer Mehrqualität übriggeblieben. Inzwischen hatte er diese wieder abgegeben, um in extremer Zeitnot die Stellung wenigstens einigermaßen übersichtlich zu halten. Beide hatte noch weniger als eine Minute Bedenkzeit auf der Uhr, als Austen ein Schach auf g4 gab, welches Jens flink mit Dg6 parierte <strong>(D)</strong>. Der Weiße überlegte noch einige Sekunden und gab dann auf. Der Damentausch war nicht mehr zu vermeiden, der weiße König kann sich nicht rühren und der schwarze König holt die weißen Bauern ab. Doch Moment mal &#8211; die zahlreichen Kibitze witterten Unheil &#8211; konnte Weiß sich nicht einfach patt setzen lassen? 1.De4 Dxe4 2.fxe4, dann opfert Weiß die Mittelbauern und gibt danach mit a3-a4 und b4-b5 die Damenflügelbauern ab. Es entstand eine kurze Unruhe, bis zur allgemeinen Beruhigung festgestellt wurde, dass Schwarz den zweiten Bauern am Damenflügel nicht mehr nehmen muss, sondern stattdessen mit b5xa4-a3-a2-a1D einfach mattsetzt.</p>
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		<title>Gunter Reversed</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Mar 2006 15:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[FHS Stralsund]]></category>
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		<category><![CDATA[Isigkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Schachfreund Isigkeit geht vor der letzten Runde den umgekehrten Weg: Nicht die eigene Aufstellung bekanntgeben, sondern in der lokalen Presse die des Gegners vorhersagen:
Zur gleichen Zeit treffen am gleichen Ort die beiden zweiten Mannschaften dieser Vereine (Anm.: FHS Stralsund und Greifswalder SV) aufeinander. Beide haben das Geschehen an der Spitze lange mitbestimmt, besitzen jedoch praktisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.schachbund.de/dwz/db/spieler.html?zps=E0309-038">Schachfreund Isigkeit</a> geht vor der letzten Runde den umgekehrten Weg: Nicht <a href="http://schachblaetter.de/?p=99">die eigene Aufstellung bekanntgeben</a>, sondern in der lokalen Presse <a href="http://www.lsvmv.de/presse_2006/oz060331a.htm">die des Gegners vorhersagen</a>:</p>
<blockquote><p>Zur gleichen Zeit treffen am gleichen Ort die beiden zweiten Mannschaften dieser Vereine <em>(Anm.: FHS Stralsund und Greifswalder SV)</em> aufeinander. Beide haben das Geschehen an der Spitze lange mitbestimmt, besitzen jedoch praktisch keine Aufstiegschance mehr. Nur wenn beide Spitzenmannschaften aus Torgelow und Waren ihre Spiele gegen stark abstiegsgefährdete Mannschaften verlieren, wird der Aufsteiger am Sund ermittelt. Dies ist jedoch nicht zu erwarten, so dass es nur um Platz 3 in der 2. Landesliga geht. Erstaunlicherweise glauben die Greifswalder jedoch an ihre Minichance und rüsten stark auf. Daher sind sie auch der klare Favorit in dieser Begegnung.</p></blockquote>
<p>Eine erfrischende klitze-kleine Rivalität zwischen Nachbarstädtern. Nicht der Rede wert.</p>
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		<title>Eine kleine Regelkunde</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Mar 2006 06:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Regelkunde]]></category>
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		<description><![CDATA[In der achten Runde der 2. Landesliga kam es bei der Begegnung Greifswalder SV II – SAV Torgelow II zu folgendem Zeitnotdrama. In der Partie Jörg Augstein gegen Christof Willert hatte Christof lange Zeit ein Endspiel mit einem Mehrbauern verwaltet, diesen aber um die 2. Zeitkontrolle herum eingebüßt. Etwa um den 80. Zug herum und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der achten Runde der 2. Landesliga kam es bei der Begegnung <a href="http://www.greifswaldersv.de/wiki/pmwiki.php?n=Main.0506MaerzBerichte#LL_2_Rd_8">Greifswalder SV II – SAV Torgelow II</a> zu folgendem Zeitnotdrama. In der Partie Jörg Augstein gegen Christof Willert hatte Christof lange Zeit ein Endspiel mit einem Mehrbauern verwaltet, diesen aber um die 2. Zeitkontrolle herum eingebüßt. Etwa um den 80. Zug herum und nach fünfeinhalb Stunden Spielzeit war schließlich zu diese Stellung erreicht.</p>
<p><img src='/wp-content/images/augsteinwillert.gif' alt='' /></p>
<p>Weiß hatte vielleicht noch drei Minuten auf der Uhr, Schwarz etwa 20 Sekunden. 1.Ld2 Kb6 2.Sf6 Lg7 3.Sg4 dürfte gewonnen sein und auch die fällige Zeitüberschreitung einkassieren. Nach längerem Nachdenken verfiel Jörg hier jedoch auf <strong>1.Sxc5 Sxc5 2.Lxc5 Lxc5</strong>, worauf Christof sofort Remis anbot. Jörg stutze aber nur kurz und spielte <strong>3.h6-h7??!</strong> (die Bauernumwandlung ist nicht mehr zu verhindern!), worauf einige Unruhe bei den umstehenden Kibitzen ausbrach. Unmöglicher Zug! Christof drückte schnell die Uhr und es setzte eine Diskussion ein, wie nun weiter zu verfahren sei. Die Uhr wurde erst mal angehalten. Ich war der (irrigen) Meinung, dass Weiß eine zweiminütige Zeitstrafe erhalten müsse, da dies aber angesichts der verbliebenen Bedenkzeit nicht gehe, müsse der Schwarze eine entsprechende Zeitgutschrift erhalten. Damit war Torgelow verständlicherweise nicht einverstanden. Christian Bartolomäus schlug dann salomonisch vor, dass Jörg des Remisangebot von Christof annehmen sollte. Das Gebot sei ja noch wirksam. So geschah es auch. Zweifellos eine faire Lösung, zumal Christof in der Schlussstellung auch Remis hätte reklamieren können. Die Gemüter beruhigten sich und der Torgelower Steffen Bigalke warf zur allgemeinen Erheiterung die Frage auf, ob Jörg sich im nächsten Zug eine schwarze oder eine weiße Dame geholt hätte. Er wollte sich eine schwarze Dame holen, was seine Aufgabe sicher nicht einfacher gemacht hätte.</p>
<p>Und wie ist die Rechtslage wirklich? Schwarz hätte zunächst die Uhr anhalten und den Schiedsrichter rufen müssen (Artikel 6.13 b der FIDE-Regeln). Der Schiedsrichter (und niemand sonst!) hätte die Stellung vor 3.h6-h7 wiederherstellen (Art. 7.4 a) und dem Schwarzen eine Zeitgutschrift von zwei Minuten gewähren (Art. 7.4 b) müssen. Der Weiße hätte das schwarze Remisangebot nicht mehr annehmen können. Das Gebot war nicht mehr wirksam, weil die Weiße es dadurch abgelehnt hat, dass er den Bauern auf h6 in der Absicht, diesen zu ziehen, berührt hatte (Art. 9.1 a).</p>
<p>Ganz schön kompliziert.</p>
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		<title>A Perfect Day</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2005 18:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal wünsche ich mir, eine perfekte Partie zu spielen. Eine schöne und folgerichtige Partie, nicht zu lang, ohne große Fehler, ohne Schnörkel. Eine Partie mit einer klaren Idee und aus einem Guss. So eine Partie wie diese. In der dritten Runde der 2. Landesliga hatte Jan seinen Tag.
Mertin – Kell
Torgelow, 27.11.2005
B18 Caro-Kann
1.e4 c6 2.d4 d5 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal wünsche ich mir, eine perfekte Partie zu spielen. Eine schöne und folgerichtige Partie, nicht zu lang, ohne große Fehler, ohne Schnörkel. Eine Partie mit einer klaren Idee und aus einem Guss. So eine Partie wie diese. In der <a href="http://www.greifswaldersv.de/wiki/pmwiki.php?n=Main.0506NovemberBerichte#LL_2_Rd_3">dritten Runde der 2. Landesliga</a> hatte Jan seinen Tag.</p>
<p>Mertin – Kell<br />
Torgelow, 27.11.2005<br />
B18 Caro-Kann</p>
<p><strong>1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Lf5 5.Ld3 Dxd4 6.Sf3 Dd5</strong> Nach 6&#8230;Dd8 7.De2 Lxe4 8.Lxe4 Sf6 9.Ld3 hat Weiß genug Kompensation. <strong>7.Sc3 Da5 8.0–0 e6 9.Lxf5 Dxf5 10.Sd4 Dg6 11.Df3 Sf6? (D)</p>
<p><img src="http://schachblaetter.de/wp-content/images/aperfectday1.gif" alt="" /></p>
<p></strong> Besser geschah 11&#8230;Sd7. <strong>12.Scb5! Kd7</strong> Nach 12&#8230;cxb5 13.Dxb7 De4 14.Dc8+ Ke7 15.Td1 Sfd7 16.Sxb5 Dc6 17.Sc7 Sa6 18.Dxa8 Dxc7 entsteht eine unklare Stellung. <strong>13.Td1 Kc8 14.Lf4 Sd5 15.c4 Sxf4 16.Dxf4 Sa6 (D)</strong></p>
<p><img src="http://schachblaetter.de/wp-content/images/aperfectday3.gif" alt="" /></p>
<p>16&#8230;cxb5 17.Sxb5 e5 (17&#8230;Sa6 18.Dd4) 18.Dxe5 Dc6 19.Td6 Lxd6 20.Sxd6+ macht keinen großen Unterschied zur Partie. <strong>17.Sxc6! bxc6 18.Dd4! Lc5 19.Dd7+ Kb8 20.Dxc6 e5 21.Sd6 Lxd6 22.Txd6 Df5 23.Db5+ Kc7 24.Tc6+ Kd8 25.Td1+ Ke7 26.Db7+</strong> Schwarz wird matt. <strong>1–0</strong></p>
<p><a href="http://schachblaetter.de/partien/aperfectday/mertinkell.htm">Partie nachspielen</a></p>
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