Angesichts des Falls Falko Bindrich lässt Chessbase-Redakteur André Schulz seinen Überwachungsphantasien freien Lauf (Achtung, nicht mit vollem Magen lesen!):

Wer in den Bewegungssportarten die Dopingprobe verweigert, gilt als gedopt. Zurecht. Denn der einzige Grund, eine solche Probe zu verweigern, ist der Umstand, dass der Sportler befürchtet, dass man bei ihm Hinweise für Doping findet. Dieser Grundsatz wird nun auch im Schach angewandt. Wer die Herausgabe seines Kommunikationsgerätes verweigert, dem wird unterstellt, dass dort Hinweise für einen Betrug zu finden sind.

Die Vorstellungskraft des Redakteurs reicht hier nicht sehr weit. Stattdessen fordert er ganz unhysterisch die Wiedereinführung des Prangers:

Die Falschspieler müssen genannt werden, um die anderen zu schützen, aber auch, um jede Form von Hysterie zu vermeiden.

Ist klar. Immerhin, wenn die Körperfunktionen vor Aufregung zunehmen, ist Herr Schulz großzügig:

Schachspieler, die (…) tatsächlich einmal unpässlich sind und häufig auf Toilette verschwinden müssen, sollten nicht in falschen Verdacht geraten.

Das kann der Schiedsrichter dann ja aufgrund der Toilettengeräusche nachprüfen.