Ein Gastbeitrag von Hannes Leisner

Wie schon im letzten Jahr, nahm ich wieder am Winteropen vom SC Zugzwang 95 in Berlin teil und wie letztes Jahr möchte ich einige Momente meiner Partien teilen. Ganz kurz zum Modus: Gespielt wurden 90 Minuten für 40 Züge plus 15 Minuten für den Rest sowie 30 Sekunden Inkrement. Und wie üblich zeigt die 1. Runde, dass ich taktisch noch etwas fahriger unterwegs war (mit Taktikaufgabe!).

2. Runde

3. Runde

4. Runde

5. Runde

So, bis hierhin war ich immer Favorit, nun musste ich gegen Stefan Frübing ran, der mittlerweile IM ist. Letztes Jahr konnte er mir in der letzten Runde mit einem Remis entwischen und den ersten Platz belegen, mal sehen wie es heute aussieht.

6. Runde

Das war in meinen Augen die beste Partie des Turniers: Vorbereitung kam auf’s Brett, ich und glaube, ich habe nicht allzu große Patzer gemacht.

7. Runde

Weiß: Hannes Leisner
Schwarz: Steve Berger

Da saß ich also nun wieder in der letzten Runde an Brett 1 gegen einen IM. Mit einem Sieg war ich wieder sicher Erster, bei einem Remis wohl Zweiter oder Dritter und bei einer Niederlage, naja … Meinem Gegner hingegen reichte ein Remis zum ungeteilten ersten Platz.

1. Sf3 c5 2. g3 g6 (=)

War nur Spaß, ich habe natürlich geguckt, was Steve auf’s Brett stellt. Mein Gegner hatte sich gut vorbereitet und konnte in der von mir preparierten Variante gut mithalten. Allzu spannend ist der Verlauf nicht, weswegen ich ihn hier nicht wiedergebe. Wir spulten ungefähr 12 Züge aus dem Marin ab, bis ich etwas versuchte, er Gegenspiel kreierte und ich im 30. Zug und nach zwei Stunden die Stellungswiederholung anbot, was auch akzeptiert wurde. Da war das anschließende Essen und Austausch mit einem stärkeren Spieler (habe ich halt in MV nicht allzu viele Möglichkeiten) in meinen Augen mehr wert als der erste Platz, so dass ich – schon wie letztes Jahr – Zweiter geworden bin.