Im ers­ten Teil unse­rer klei­nen Rei­he hat­ten wir schon das The­ma Oppo­si­ti­on berührt. Damit soll es auch gleich wei­ter­ge­hen. In der Stel­lung von Dia­gramm 1 gelingt es dem schwar­zen König nicht, die Oppo­si­ti­on ein­zu­neh­men, nach­dem der wei­ße König die Rei­he vor dem Bau­ern betre­ten hat. Weiß muss aber genau spie­len. 1.Kc2! Ke7 2.Kb3! Kd6 3.Kb4! Kc6 Schwarz schafft es nicht bis b6. 4.Kc4 Weiß stellt die Oppo­si­ti­on her und gewinnt. 4…Kd6 5.Kb5 Kc7 6.Kc5 Kd7 7.Kb6 Kc8 8.Kc6 Kd8 9.c4 Kc8 10.c5 Kd8 11.Kb7 und der wei­ße König kon­trol­liert das Umwand­lungs­feld des Bauern.

Dia­gramm 2 zeigt eine über­ra­schen­de Ret­tung für Weiß. 1.e5! Der Sinn die­ses Opfers besteht ein­fach dar­in, den schwar­zen Bau­ern zum Vor­rü­cken zu zwin­gen. 1.Kc2 ver­liert dage­gen: 1…Kd4 2.Kd2 Kxe4 3.Ke2 d5 4.Kd2 Kd4 1…dxe5 1…d5 ist nach 2.e6 Kd6 3.e7 Kxe7 4.Kc2 Kd6 5.Kd3 Ke5 6.Ke3 ein­fach remis. 2.Kc1! Die Fern­op­po­si­ti­on. Weiß steht bereit, im nächs­ten Zug die Oppo­si­ti­on ein­zu­neh­men. Das nahe­lie­gen­de 2.Kc2? ver­liert nach 2…Kc4! 3.Kd2 Kd4 4.Ke2 Ke4. 2…Kd4 3.Kd2 (Oppo­si­ti­on) 3…Ke4 (3…e4 4.Ke2 e3 5.Ke1) 4.Ke2 und remis.