Inhalt­lich ist das Scha­ra-Hen­ning-Gam­bit eher eine exter­ri­to­ria­le Enkla­ve, die sich nur mehr zufäl­lig in den Hoheits­ge­wäs­sern der Tarr­asch-Ver­tei­di­gung befin­det. Adop­tiert wur­de es von der berüch­tig­ten „Gambit-Familie“, die schon längst ihre Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung vom schach­li­chen „Main Stream“ kund­ge­tan hat und ihr (Un-) Wesen haupt­säch­lich in (The­ma-) Fern­tur­nie­ren betreibt (wo man sich auf eine Eröff­nung oder Vari­an­te „einigt“, die im prak­ti­schen Spiel nie aufs Brett kommt – schon weil bei­de Sei­ten ihr belie­big aus­wei­chen kön­nen) und sich mit Black­mar-Die­mer-Gam­bit, Let­tisch usw. – und eben auch Scha­ra-Hen­ning – daselbst amüsiert.

Harald Keil­hack: Die Tarr­asch-Ver­tei­di­gung (1993)