Viel­leicht ist es ein Zufall, dass in die­ser Rubrik dau­ernd die Rede von Carl­sens Par­tien ist. Aber immer­hin kann er nach vier Run­den die meis­ten ent­schie­de­nen Kämp­fe auf­wei­sen, wäh­rend bei­spiels­wei­se Topal­ov bis­lang blass und über­spielt wirkt.

In der 4. Run­de schlug Carl­sen mit Schwarz Ivan­chuk, der im frü­hen Mit­tel­spiel einer Zug­wie­der­ho­lung aus­ge­wi­chen war. Hier hat­te er offen­bar ange­sichts des schwa­chen Bau­ern auf d4 kei­ne Lust mehr auf eine pas­si­ve Ver­tei­di­gung und zog 53.Tb5. Kei­ne Ahnung, ob das Tur­m­end­spiel nach 53.Td2 Se4+ 54.Lxe4 dxe4 zu hal­ten war, Spaß hät­te es sicher auch nicht mehr gemacht. Mig Gre­en­gard schlug 53.Te2 Td3 54.Te5 Td2+ 55.Te2 Txd4 56.Ke3 vor, um nach einem Turm­tausch mit dem König den schwar­zen a‑Bauern abzu­ho­len. So aber ging der Ukrai­ner nach 53…Txa2+ 54.Ke3 a3 55.Ta5 Ta1 56.Kd2 a2 57.Kc2 Tf1 58.Ld1 Se4 59.g4 Sf2 60.Txa2 Txd1 sang- und klang­los unter. Carl­sen steht jetzt wie­der bei +1 und nimmt hin­ter Anand den 2. Platz ein.