Der Feld­herr ist – dem König beim west­li­chen Schach ver­gleich­bar – die wich­tigs­te Figur beim Xiang­qi. Er defi­niert das Ziel des Spiels: Gewon­nen hat, wer den geg­ne­ri­schen Feld­herrn Matt set­zen konn­te. Anders als beim Schach genügt aber auch das Patt zum Gewinn. Die Zug­wei­se des Feld­herrn ist dem Schach­kö­nig ver­gleich­bar, der Feld­herr darf senk­recht und waa­ge­recht (nicht dia­go­nal) einen Schritt machen und den benach­bar­ten Punkt betre­ten. Aller­dings ist er dabei auf die neun Punk­te im Palast beschränkt. Der Feld­herr darf den Palast nicht verlassen.

Und noch einen wich­ti­gen Unter­schied zum west­li­chen Schach gibt es – die Feld­her­ren dür­fen sich nicht gegen­über­ste­hen, ohne dass sich auf der Linie zwi­schen ihnen eine wei­te­re Figur befin­den wür­de („Der böse Blick“). In die­sem Bei­spiel darf der schwar­ze Feld­herr des­halb die Fel­der e10, e9 und e8 (die 5. Linie) nicht betre­ten. Im End­spiel kann der Feld­herr auf die­sem Wege zu einer Angriffs­fi­gur wer­den, indem er sei­nem Gegen­über Fel­der abschneidet.

Der Feld­herr wird manch­mal auch als Gene­ral oder König bezeich­net. Der Legen­de nach ver­bot ein chi­ne­si­scher Kai­ser die Bezeich­nung „König“, die er als anma­ßend ansah.