Eigent­lich soll­te hier eine Rezen­si­on der letz­ten Schach-Zei­tung ste­hen. Ich hat­te im Zei­tungs­la­den kurz rein­ge­blät­tert und war über die Buch­be­spre­chun­gen von Harald Keil­hack gestol­pert. Dann habe ich das Heft kurz­ent­schlos­sen gekauft. Es kos­tet jetzt fünf Euro. Die Buch­be­spre­chun­gen habe ich zuerst gele­sen. Ich mag den wohl­tu­en­den Ernst, mit dem Herr Keil­hack Lite­ra­tur­kri­tik betreibt. Es ging um ein paar neue Eröff­nungs­bü­cher. Das Eng­lisch-Buch von Wat­son und noch ein paar ande­re. So ganz genau kann ich es nicht mehr sagen. Ich habe die Zei­tung irgend­wo­hin gelegt, wo ich sie im Moment nicht wiederfinde.

Kann man eine Zeit­schrift rezen­sie­ren, die man gar nicht hat? Man­cher meint ja, dass die gan­ze Lite­ra­tur­kri­tik nach die­ser Metho­de funk­tio­niert. Und tat­säch­lich habe ich mei­ne bes­ten Deutsch­auf­sät­ze auch über Bücher geschrie­ben, die ich nicht gele­sen hat­te. An eini­ge Sachen aus dem Heft erin­ne­re ich mich aber noch. Sebas­ti­an Sie­brecht schrieb über die Deut­sche Meis­ter­schaft. So schlimm sei das biss­chen Doping­pro­be gar nicht gewe­sen. Als ob es dar­um gin­ge. Im Bericht über das Corus-Tur­nier eine kur­ze Stel­le zum ein­zi­gen deut­schen Teil­neh­mer Frank Holz­ke. Ein Ver­wal­tungs­rich­ter in Wijk aan Zee! Dar­über hät­te ich in einer deut­schen Zeit­schrift gern mehr gele­sen. Wie kommt er dort­hin? Wie hat es ihm gefal­len? Statt­des­sen der übli­che Pro­mi­nen­ten­ball. Viel­leicht kommt ja dazu noch etwas im nächs­ten Heft.

Fällt mir noch was ein? Erst ein­mal nicht. Ich mel­de mich viel­leicht noch mal, wenn ich das Heft wie­der­ge­fun­den habe.