Ich war alms

Seit gestern ist meine Fernschachkarriere zuende. Ich habe meine letzte Serverpartie aufgegeben. Es waren zwar erst zehn Züge gespielt, ich stand aber schon etwas schlechter. Bei der Spielstärke meines Gegners war der Ausgang der Partie aber ziemlich gut voraussagbar und noch zwei bis drei Monate wollte ich mir nicht mehr antun.

Ich habe fünf verschiedene Fernschachserver ausprobiert. Es gibt eine Menge netter Leute dort. Manchmal hatte ich an die 30 Partien gleichzeitig laufen. Es gab Rundenturniere, Thematurniere, KO-Turniere, Schweizer System und alles mögliche sonst. Ich habe bei drei verschiedenen Mannschaften gespielt. Irgendwie ist man immer irgendwo am Zug. Das kann ein beruhigendes Gefühl sein.

Keine Ahnung, ob Fernschach gut für das Schach ist. Natürlich, man könnte sich mal ernsthaft mit der Eröffnung beschäftigen, anstatt nur die Datenbank oder seine Bücher zu befragen. Man könnte mal herausbekommen, wie man eigentlich einen Plan im Mittelspiel fasst. Oder seine interessanten Endspiele analysieren. Ich bin dazu nicht gekommen. Ich habe nur gezogen. So um die 700 Partien. So um die 20.000 Züge. Wahrscheinlich kann man sinnvollere Dinge tun. Mal sehen, wann ich rückfällig werde.