AN DEN HERAUSGEBER DES B.C.M.

Dear Sir,

– Ich war froh, Ihre Bemer­kun­gen in der Febru­ar­aus­ga­be des B.C.M. über Janow­ski zu sehen und hof­fe, dass die eng­li­schen Leser für den Fonds in der erfor­der­li­chen groß­zü­gi­gen Wei­se spen­den werden.

Viel­leicht wür­den vie­le mehr über den Fall wis­sen wol­len. Janow­ski hat­te sich zu dem Schach­tur­nier ange­mel­det, wel­ches am 24. Janu­ar in Hyères begin­nen soll­te. Er kam am 19. Dezem­ber an, schwer­krank mit quä­lens­tem Hus­ten. Nach ein paar Tagen in einer Pen­si­on wur­de des­sen Inha­ber über den Zustand alar­miert, in dem er sich befand und schick­te nach Mr. Maas und Dr. E. H. Smith. Letzt­ge­nann­ter erklär­te ihm, dass er sich im End­sta­di­um der Tuber­ku­lo­se ohne jede Hoff­nung auf Gene­sung befin­de. Mr. Maas ver­hielt sich dann auf das freund­lichs­te. Er ließ Kanow­ski in eine Pri­vat­kli­nik im bes­ten Teil von Hyères brin­gen und über­nahm zugleich jede Ver­ant­wor­tung für die Kos­ten. Am Ende hat­te er 3.371 Francs zu zah­len, dar­in ein­ge­schlos­sen die Beer­di­gungs­kos­ten. Der größ­te Teil davon ist erle­digt, eine sehr groß­zü­gi­ge Spen­de ist aus Has­tings geschickt wor­den, doch auf der letz­ten Berech­nung, die ich sah, war noch eine Defi­zit von 1.000 Francs.

Wel­che Erleich­te­rung muss die­ser freund­li­che Akt von Mr. Maas für Janow­ski gewe­sen sein. Als er in Hyères ankam, war er abso­lut mit­tel­los und im Zustand des Ster­bens. Ein ein­sa­mer Mann (er war nie ver­hei­ra­tet), kei­ne Ange­hö­ri­gen sei­ner Nähe, kei­ne Reli­gi­on, kein Ein­kom­men und offen­bar kei­ne Freun­de, da er kein gesel­li­ger Mensch war, um wel­che zu bekom­men. Was für ein trau­ri­ges Ende einer erfolg­rei­chen Kar­rie­re, die fast voll­stän­dig dem Schach gewid­met war. Mr. Maas ver­dient gewiss den Dank aller Schach­spie­ler für sei­ne Freund­lich­keit gegen­über Janow­ski in den letz­ten Tagen sei­nes Lebens.

Janow­ski starb am 15. Janu­ar und wur­de auf dem Fried­hof von Hyères begra­ben. Sein Grab ist in der nord-west­li­chen Ecke des Fried­ho­fes, hoch ober auf einem der Hügel im Nor­den von Hyères. Hoch­wür­den L. Win­ther Caws aus Edin­burgh amtier­te bei der Beer­di­gung und las die Lithur­gie in Eng­lisch. Er hat­te Janow­ski eini­ge Male vor des­sen Tod im Kran­ken­haus besucht. Es war Janow­skis spe­zi­el­ler Wunsch, dass er häu­fig geru­fen wurde.

The Bri­tish Chess Maga­zi­ne (1926)