Viel fehlt eigentlich nicht mehr – und doch sind Deutsche Meisterschaften wie alles, was man über Jahre hinweg in gleicher Form betreibt, verbesserungswürdig. Manche Dinge sollen besser werden, in dem man ihnen weitere Einzelheiten hinzu addiert, anderes verbessert sich durch das Weglassen. So steht für die DEM weiterhin die exemplarische Diskussion, ein Open hinzu zu nehmen oder sie sportlich attraktiver für die Spitzenkräfte zu gestalten. Beispielsweise durch einen höheren Preisfonds oder eine sogenannte Königsgruppe, in der den stärksten deutschen Schachkräften entsprechende Gegnerschaft garantiert wird. Beides ist gut gemeint, verhilft aber der Randsportart Schach leider nicht zu entsprechender Attraktivität, um sie zu vermarkten.

Klaus-Jörg Lais quält sich ein bisschen bei der Berichterstattung über die Deutschen Einzelmeisterschaften 2010. Es ist sichtlich nicht so einfach, eine Meisterschaft schönzuschreiben, deren Teilnehmerfeld trotz 20 Freiplätzen von den Nummern 8, 18 und 25 der deutschen Liste angeführt wird.