Neben dem Bestimmen einer Eröffnung bzw. einer ganz allgemeinen Spielrichtung, die meinem Partner möglichst ungelegen kommen soll, hilft mir in der heißen Phase der Schlacht ein weiterer Gedanke: Wenn die Position wirklich kompliziert ist und es mit schwerfällt, den Überblick zu bewahren, wird es – was man leicht vergißt – dem Partner höchstwahrscheinlich genauso ergehen (wenn es sich nicht gerade um einen Computer handelt…). Dann sollte man keinesfalls freiwillig den Druck vom Partner nehmen, nur um es sich selbst einfacher zu machen, weil man selbst wieder »durchblicken« möchte. Die Chance, durch einen gegnerischen Fehler zum Sieg zu kommen, sollte man nicht freiwillig reduzieren. Und niemand ist unfehlbar.

Paul Motwani: S*T*A*R Chess (1998)