1.e4 c6 2.d4 d5 3.f3 Die­se von eini­gen Theo­re­ti­kern als „Tartakower-Angriff“ bezeich­ne­te Vari­an­te ist neu und gut. Nur das, was dar­an gut ist, ist nicht neu (das even­tu­el­le Opfern eines Bau­ern, um die Ent­wick­lung des Königs­flü­gels zu beschleu­ni­gen, ist zum Bei­spiel schon im Staun­ton-Gam­bit zu sehen gewe­sen: 1.d4 f5 2.e4 fe 3.f3!), und was dar­an neu ist, ist nicht gut (die Mög­lich­keit für Schwarz, den Schwer­punkt des Kamp­fes auf den Damen­flü­gel zu über­tra­gen). Wie bei den meis­ten mei­ner theo­re­ti­schen Lieb­lings­ideen (oder Neue­run­gen) rech­ne ich denn auch hier vor allem auf prak­ti­sche Chan­cen und nicht auf die wis­sen­schaft­li­che Grund­la­ge. Einem sol­chen Stil, wie man­che Kri­ti­ker sagen, man­gelt es an – Stil!

Tar­ta­kowers Glanz­par­tien (1986)