Eigent­lich wäre gera­de 5. Run­de des Tur­niers, aber durch einen Streik wur­de die Run­de von 10 Uhr auf 14 Uhr ver­scho­ben. In mei­ner lan­gen Tur­nier­ge­schich­te habe ich das noch nie erlebt, aber ich bin ja auch das streikar­me Deutsch­land gewohnt und nicht Indi­en, das eine lan­ge lin­ke Tra­di­ti­on hat und in dem eini­ge Bun­des­staa­ten kom­mu­nis­tisch regiert werden…
Vor der fünf­ten Run­de saß ich an mei­nem Tisch und wun­der­te mich, dass einer der Orga­ni­sa­to­ren auf der Büh­ne saß, laut tele­fo­nier­te und mehr und mehr Spie­ler ihm zuhör­ten. Dann wur­de die Ver­le­gung der Run­de ver­kün­det. Die Begrün­dung für den Streik liegt in den Was­ser­aus­fäl­len in nei­nem Hotel an den letz­ten bei­den Mor­gen. Ich fand es auch sehr ärger­lich. Dabei habe ich ein Ein­zel­zim­mer und muss mir nicht zu viert ein Bad und vor allem eine Toi­let­te tei­len. Trotz­dem erscheint es merk­wür­dig, die Tur­nier­aus­rich­ter dafür ver­ant­wort­lich zu machen. Schließ­lich möch­te man als Spie­ler ja spie­len und hat genau­so­we­nig wie der Ver­an­stal­ter davon, falls das Tur­nier aus­fällt. Mir ist auch nicht klar, wer dem Streik durch­ge­setzt hat. Eine Urab­stim­mung gab es jeden­falls nicht.

Gui­do goes to India über sei­ne Teil­nah­me an einem indi­schen Schachturnier