Der Anteil ausländischer Spieler in der Schachbundesliga ist gegenwärtig das Thema der deutschen Schachgemeinde, angestoßen durch Raj Tischbierek, der beklagt, dass die Spitzenteams praktisch keine deutschen Spieler mehr aufbieten.

In Frankreich käme keiner auf die Idee, eine Mannschaft aus neun Ausländern aufzustellen. Es würde auch niemand klagen, der weniger als fünf Franzosen einsetzen will. In Deutschland gibt es für diese Frage ein anderes Verständnis.

Stefan Löffler glaubt dagegen, dass es unter den 16 Erstligisten jederzeit mehrheitsfähig war und noch ist, dass mindestens die Hälfte der Mannschaft Deutsche sein müssen oder ihren Erstwohnsitz, also Lebensmittelpunkt in Deutschland haben.

Eine solche Regelung dürfte kommen, sobald die Schachbundesliga ein eingetragener Verein ist, der weitgehend Unabhängigkeit von den übervorsichtigen Funktionären des Deutschen Schachbund genießt.

Rank zero findet die Liga jedenfalls nicht zu stark für seine Mannschaft,

immerhin – wenn man richtig zählt – die sechststärkste deutsche Mannschaft der Liga!

Und Entwicklungsvorsprung urteilt lakonisch:

Warum soll man zu Plus, wenn die Milch bei Aldi nur 50 Cent kostet?

Die Schachblätter spielen dieses Jahr in einer anderen Liga.