Der Spiddekagan Schachklub besteht weder aus Elitespielern noch aus Sportidioten und wir denken mit dem Herzen genauso viel wie mit dem Hirn. Der Klub zieht sozialen Zusammenhalt und Humor dem Wettkampfinstinkt und der Leistungsangst vor.

Niemand unserer Mitglieder hat spezielle Wettkampfübung und wir haben vor allem Erfahrung im Fernschach und Schnellschach. Spielmäßig lassen wir uns manchmal von der »Amorosis Scacchistica« (Zufällige Schachblindheit) anstecken, die der berühmte Spieler und Arzt Siegbert Tarrasch (1862–1934) ein wenig scherzhaft bei schlechten Zügen am Brett diagnostizierte.

Wir gestalten unsere Treffen auf eine gemütliche Weise und wenn du in der Gegend von Malmö wohnst und es magst, mit Kaffee, Trinken und Lachen zu spielen, kannst du uns selbstverständlich unmittelbar kontaktieren. Schicke uns dann eine Interessenanmeldung. Je mehr wir werden desto lustiger! Wir wollen mehr Mitglieder bekommen, die Lust auf gute Freunde und fröhliche Spieler haben.

Mit diesen Worten beginnt die Internetseite des Spiddekagan SK aus Malmö. Spiddekagan ist offenbar die dialektale Bezeichnung für Spettkaka, eine Art südschwedischen Baumkuchen aus Kartoffelmehl, Eiern und Zucker, der original durch stundenlanges Drehen des Teigs am offenen Feuer hergestellt wird und wirklich sehr süß ist. Kann man einen Schachverein nach einem Kuchen benennen? Ja, das man kann, wenn der Verein mit gelegentlichen Treffen in einem Café begonnen hat. Im Oktober wollen die tapferen Schonen den Spielbetrieb in der untersten schwedischen Spielklasse aufnehmen. Hoffentlich trübt das die Stimmung nicht ein. Wir werden das Treiben auf der anderen Seite der Ostsee weiter verfolgen.