CLIVE WILMER
Man kennt von Ihnen ja vor allem kur­ze Gedich­te, mit weni­gen Ein­zel­hei­ten und häu­fig mit einer Poin­te oder einer kla­ren, auch über­ra­schen­den Bot­schaft. Ver­ste­hen Sie sich als Epigrammatiker?
DICK DAVIS
Ich hal­te in der Tat viel von Epi­gram­men, und von Gedich­ten, die zu einem ange­mes­se­nen epi­gram­ma­ti­schen Schluss kom­men. Ich bin ein Fan der Geschlos­sen­heit im Ästhetischen, und davon, sie ziel­stre­big zu errei­chen. Ich fin­de das sehr befrie­di­gend, wie wenn mann die letz­ten Fel­der in einem wider­spens­ti­gen Kreuz­wort­rät­sel füllt, oder eine Schach­par­tie ele­gant zu Ende bringt. Ich bin weder gut im Kreuz­wort­rät­sel­lö­sen noch im Schach, des­halb spü­re ich einen sol­chen Kit­zel vor allem beim Dichten.

– Cas­trum Pere­gri­ni, Heft 274–275)