Wir set­zen die Rei­he zum The­ma fal­scher Läu­fer und Eck­bau­er mit einem prak­ti­schen Bei­spiel fort. Die­se Stel­lung war nach 92 Zügen in der Par­tie Short-Kas­parov (Bel­grad 1989) ent­stan­den. Unschwer zu erken­nen, dass Weiß sei­ne bei­den b‑Bauern gern ent­beh­ren wür­de. Der schwar­ze Plan ist klar: Den wei­ßen König patt stel­len und den a‑Bauern zu einem b‑Bauern wer­den lassen:
93.Ke1 Kg2 94.Kd1 Kf3 95.Kd2 Ke4 96.Kc3 Ke3 97.Kc2 Ke2 98.Kc1 Ld3 99.b3 Ke1 100.Kb2 Kd2 101.Ka1 Kc2 102.Ka2 Kc1 103.Ka1
103.Ka3 Kb1 104.Ka4 Ka2 105.Ka5 Kxb3 ver­liert natür­lich auch.
103…Lb1
Hier gab der Bri­te auf. 104.b5 axb5 105.b4 Ld3 lässt den König wie­der frei und ergibt ein leicht zu gewin­nen­des End­spiel. Inter­es­sant ist, dass sich Weiß ohne den Bau­ern b2 hal­ten wür­de, da Schwarz dann nicht dazu käme, das Patt aufzuheben.

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