Mich reiz­te beim The­ma ins­be­son­de­re die ein­zig­ar­ti­ge Zwit­ter­stel­lung einer soge­nann­ten „alter­na­ti­ven“ Eröff­nung mit den­noch kla­ren Ver­bin­dungs­li­ni­en zu kon­ser­va­ti­ven Eröff­nungs­sys­te­men – viel­leicht mein eige­nes Leben reflektierend.

1.Sc3 gilt nach wie vor als „unor­tho­dox“, mit der ent­spre­chend stief­müt­ter­li­chen Behand­lung in kon­ser­va­ti­ven Medi­en wie Enzy­klo­pä­die und Infor­ma­tor. Ande­rer­seits, vie­le ent­ste­hen­de Stel­lun­gen las­sen sich nur dann eini­ger­ma­ßen zuver­läs­sig bewer­ten, wenn man peni­bel mit Situa­tio­nen aus der her­kömm­li­chen Theo­rie ver­gleicht. In die­ser Hin­sicht man­gelt es Autoren aus der Ecke „Gam­bit & Unor­tho­dox“ oft genug an Bereit­schaft und Kom­pe­tenz. Ich ver­such­te mein Bes­tes, zwi­schen den Erkennt­nis­sen aus bei­den Wel­ten zu vermitteln.

Harald Keil­hack: Der Links­sprin­ger 1.Sc3 (2003)