Die Idee des Festungsbaus ist in einigen Endspielen ein Rettungsmotiv für die schwächere Seite. Das Endspiel Läufer gegen Turm ist häufig remis, wenn beiden Seiten nur noch zwei Randbauern verblieben sind, insbesondere, wenn der Läufer das Eckfeld beherrscht. Diese Studie von Juri Awerbach (1962) zeigt die Idealaufstellung für die schwächere Seite: Der Läufer kontrolliert die Einbruchsfelder c6 und b5, der Randbauer ist vorgerückt und zum Abtausch bereit. Weiß kann keine entscheidenden Fortschritte machen:
1.Ke5
Auf 1.Kc4 bleibt der schwarze Läufer einfach stehen und lässt den König nicht nach b5: 1…Kc7 2.Th7+ Kc8 und der weiße Turm kann allein nichts bewirken.
1…Kc7 2.Th7+ Kb8 3.Kd6 Lf3
Idealaufstellung für Weiß, aber wie weiter? Der König kommt nicht nach c6, der schwarze Läufer hält die lange Diagonale.
4.a4 Le4 5.Tf7 Lg2 6.b4 axb4 7.Tf4 Kb7 8.Txb4 Ka6
Schwarz attackiert den letzten weißen Bauern und wickelt in ein elementares Endspiel ab.
9.Kc7 Ka5 10.Tg4 Lf3 11.Td4 b5
Und nach dem zweiten Bauerntausch remis.