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Am letz­ten Wochen­en­de spiel­te ich das zwei­te Xiang­qi-Tur­nier mei­nes Lebens. Der Zau­ber des Anfangs ist noch nicht verflogen.

Der Som­mer­po­kal in Ber­lin bil­det den Sai­son­ab­schluss und zugleich das Rah­men­tur­nier für die Deut­sche Meis­ter­schaft im chi­ne­si­schen Schach. Für das fünfrun­di­ge Meis­ter­tur­nier qua­li­fi­zie­ren sich die sechs Punkt­bes­ten aus vier Bun­des­li­ga­run­den, der Rest (und damit auch ich) ver­gnügt sich im offe­nen Turnier.

Aus­tra­gungs­ort der bei­den Tur­nie­re war das Schach­café „en pas­sant“ in der Schön­hau­ser Allee. Inha­ber Sven Horn spielt im „euro­päi­schen“ Schach Ober­li­ga bei Las­ker Ste­glitz und muss­te in die­ser Dis­zi­plin tat­säch­lich eini­ge Blitz­par­tien gegen die Chi­na-Scha­cher ver­lo­ren geben, die sich zwi­schen­zeit­lich vom anstren­gen­den Xiang­qi erho­len woll­ten. Organ­siert wur­de das Tur­nier in sehr ange­neh­mer Wei­se vom Ber­li­ner Jörn Tes­sen, dem an die­ser Stel­le noch­mals dafür gedankt wer­den soll.

Mein Ergeb­nis war mit 3 aus 7 nicht gera­de berau­schend, mit mei­nen Par­tien gegen über­wie­gend star­ke Geg­ner­schaft war ich den­noch zufrie­den. Bei einer Bedenk­zeit von 45 Minu­ten ohne Zuschlag war ich fast immer in Zeit­not und dann fehl­te natür­lich die Rou­ti­ne, glei­che oder schwie­ri­ge Stel­lun­gen zu ver­tei­di­gen. Ich glau­be aber, dass ich seit mei­nem ers­ten Tur­nier mehr vom Xiang­qi ver­stan­den habe. Und ich je mehr ich ver­ste­he, um so mehr ahne ich die Schön­heit die­ses Spiels.