Auf der Schach­bund-Sei­te deu­tet nur noch der Link

Mehr Infor­ma­tio­nen (auch zur Tagung selbst)

an, dass man ges­tern dort auch noch auf die Sei­te 1 des Berichts des Bun­des­tur­nier­di­rek­tors Ralph Alt zur Tagung ver­schie­de­ner Gre­mi­en in Stral­sund ver­wie­sen hat­te. Inzwi­schen besteht das PDF-Doku­ment nur noch aus der Sei­te 2. Ob das dar­an liegt, dass Herr Alt auf der Sei­te 1 sowohl den Schach­bund-Prä­si­den­ten als auch die Aus­rich­ter der Ver­an­stal­tung kri­ti­siert hat­te, kön­nen wir lei­der nicht beurteilen.

Edit: Ein auf­merk­sa­mer Leser hat das Rund­schrei­ben recht­zei­tig gespei­chert (dan­ke!), so dass wir den feh­len­den Teil hier nach­rei­chen und unse­rer Chro­nis­ten­pflicht genü­gen können:

Der Lan­des­ver­band Meck­len­burg-Vor­pom­mern fei­er­te im Mai sein 20-jäh­ri­ges Bestehen und krön­te die Fei­ern mit einer Ein­la­dung an den Haupt­aus­schuss, in Stral­sund zu tagen. Der Lan­des­vor­sit­zen­de Niklas Rick­mann erin­ner­te an des alten Kanz­lers Bis­marcks Wor­te, wenn ein­mal die Welt unter­ge­hen soll­te, dann zie­he er nach Meck­len­burg, weil da alles 100 Jah­re spä­ter stattfinde.
Tagungs­stan­dards sind bis­her noch nicht dort ange­kom­men. In einem ehe­ma­li­gen Kapel­len­raum der Jako­bi­kir­che saßen auf dem Podi­um drei Vize­präs­den­ten und der Geschäfts­füh­rer, unten in den Stuhl­rei­hen – wie im Thea­ter oder in der Kir­che – die Refe­ren­ten, die Lan­des­prä­si­den­ten und ande­ren Aus­schuss­mit­glie­der – ohne Tische, ohne Mög­lich­keit sich ver­nünf­tig Noti­zen zu machen, kaum Anschluss­mög­lich­keit für Com­pu­ter. Eine eher dis­kus­si­ons­feind­li­che Atmosphäre.
Aber viel­leicht war die Sitz­an­ord­nung Pro­gramm? Der Prä­si­dent hat­te sich kurz­fris­tig ent­schul­digt: „Zu mei­nen Zie­len gehört es zwar nach wie vor, die Zahl der immer recht kost­spie­li­gen Sit­zun­gen auf ein ver­nünf­ti­ges Maß zu redu­zie­ren; doch Sach­zwän­ge sowie der Drang, sich aus­zu­tau­schen, schei­nen zu obsie­gen …“ Der Satz kam nicht bei allen gut an.
Der Spiel­be­trieb des DSB war nicht eben der Schwer­punkt der The­men beim Haupt­aus­schuss. Der Antrag zur Änderung der Rege­lun­gen über die Pokal­meis­ter­schaf­ten wur­de ein­stim­mig ange­nom­men (sie­he geson­der­ter Artikel).
Brei­ten Raum nahm die Ver­tei­lung einer Aus­ga­ben­kür­zung im Bereich des Leis­tungs­sports von € 13.000 ein, die auf die Berei­che Aus­bil­dung, Brei­ten­sport, Öffentlichkeitsarbeit und Schach­ju­gend ver­teilt wer­den soll­ten. Dies zu ver­tie­fen ist hier nicht der Platz. Der Spiel­be­trieb jeden­falls bekam die Mit­tel, um heu­er die Inter­net­über­tra­gung der End­run­de zu finanzieren.
Für den Zeit­auf­wand (z.B. aus Mün­chen 18 Stun­den Hin- und Rück­fahrt für sechs Stun­den Tagung, noch dazu unter mäßi­gen Tagungs­be­din­gun­gen) wur­den wir dann doch mit einem wohl­schme­cken­den und reich­li­chen Abend­buf­fet und einer Nacht­füh­rung mit Nacht­wäch­ter durch Stral­sund entschädigt.