Zwei­ein­halb Wochen nach der Mit­glie­der­ver­samm­lung haben wir zwar noch immer kein Pro­to­koll der Sit­zung (was das Prä­si­di­um aber nicht davon abhält, die geän­der­te Sat­zung, die man­gels Ein­tra­gung im Ver­eins­re­gis­ter noch gar nicht wirk­sam ist, § 71 BGB, zu ver­öf­fent­li­chen). Aber wir haben schon einen Rück­blick des Prä­si­den­ten (pdf):

Gera­de im Vor­feld des 2. Mai gab es ver­schie­de­ne heiß geführ­te Dis­kus­sio­nen um die Doping­pro­ble­ma­tik. Mit der erfor­der­li­chen 2/3 Mehr­heit hat der Ver­band wich­ti­ge Wei­chen­stel­lung in Rich­tung eines sau­be­ren Sports gestellt. Ab sofort schließt sich der Lan­des­schach­ver­band M‑V dem Anti-Doping Kampf der Sport­bün­de und des Deut­schen Schach­bun­des an. Befürch­tun­gen, dass Doping­kon­trol­len und Bestim­mun­gen auch im Bereich der Lan­des­li­gen mög­lich wer­den, sind klar wider­legt wor­den. Die vom DSB und LSV M‑V gefass­ten Beschlüs­se bezie­hen sich nur auf Deut­sche Meisterschaften.

Hal­lo? Lebe ich auf einem ande­ren Pla­ne­ten? Woll­te das Prä­si­di­um des Lan­des­schach­ver­ban­des nicht noch bis zum Abend des 1. Mai 2010 das Anti-Doping-Recht auf Lan­des­ebe­ne ein­füh­ren? Haben wir nicht lang und breit erör­tert, dass es gera­de kei­nen Rechts­akt des Deut­schen Schach­bun­des gibt, der Doping­kon­trol­len auf Deut­sche Meis­ter­schaf­ten beschränkt? Haben wir nicht gera­de selbst gele­sen, dass in dem Ver­trag des Deut­schen Schach­bun­des, aus dem sich eine sol­che Beschrän­kung erge­ben soll, das Gegen­teil steht? Gilt die Anti-Doping-Ord­nung des Deut­schen Schach­bun­des nicht für des­sen sämt­li­che Wett­kämp­fe – also auch für die 2. Bun­des­li­ga und damit auch für zwei Mann­schaf­ten aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern? War­um sol­len die Mit­glie­der des Lan­des­schach­ver­ban­des eigent­lich für dumm ver­kauft werden?