Eine Makruk-Auf­ga­be aus der Zeit, in der Bücher noch mit der Hand geschrie­ben wur­den. So ganz habe ich die Quel­le nicht über­set­zen kön­nen, aber das Buch scheint von 1922 zu sein, aus der Wachi­ra­y­an Biblio­thek von Siam zu stam­men und Prinz Dam­rong Raja­nub­hab gehört zu haben.

Makruk ist unse­rem Schach sehr ähn­lich. Auf b5 und b7 ste­hen die Anfüh­rer, die dem König ent­spre­chen. Die wei­ßen Pfer­de auf c4 und e7 sind Sprin­ger, das schwar­ze Boot auf a8 ist ein Turm. Auf a3 und a4 ste­hen Bau­ern, die sich von ihren Kol­le­gen im Schach nur dadurch unter­schei­den, dass sie bereits auf der 6. Rei­he ver­wan­delt wer­den und zwar immer in einen Wesir. Ein Wesir ist ein Fers, ein ver­küm­mer­ter Läu­fer, der nur ein Feld weit dia­go­nal zie­hen kann. Auf h5 steht ein schwar­zer Wesir, des­sen Funk­ti­on für die­se Auf­ga­be einst­wei­len unklar ist (für den wei­ßen Dop­pel­bau­ern habe ich dage­gen eine Erklä­rung). Denkt ihn euch erst­mal weg.

Auf einem Digramm sieht die Stel­lung also wie folgt aus:

Weiß zieht und gewinnt. Das ist nicht schwer.