Das ist ein Schach­dia­gramm aus dem 14. Jahr­hun­dert. Es stammt aus dem Buch der Bei­spie­le über die Kriegs­füh­rung beim Schach von Ibn Abi Haja­la (mehr dazu hier) und zeigt eine Tabi­ja beim Schat­randsch. Da es bis auf die Tür­me kei­ne lang­schrit­ti­gen Figu­ren gibt, ent­wi­ckelt sich eine Par­tie sehr lang­sam, bei­de Sei­ten bau­en sich erst­mal auf, ohne beson­ders dar­auf zu ach­ten, was der Geg­ner macht. Wahr­schein­lich aus den­sel­ben Grün­den gibt es beim Sho­gi (Cast­le) und beim Makruk ein ähn­li­ches Ver­hal­ten in der Eröff­nungs­pha­se. Eine Tabi­ja bezeich­net also die ange­streb­te Stellung.

Das Dia­gramm habe ich vor allem aus­ge­wählt, um die ara­bi­schen Figu­ren­be­zeich­nun­gen zu üben. Wenn ich rich­tig lie­ge, ist das die Ãœbersetzung:

Inter­es­sant, dass die bei­den Alfil auf a3 und d3 unter­schied­lich geschrie­ben wer­den. Auf e3 sehen wir den Fers. Und den Rest ken­nen wir schon.

Weiß braucht immer­hin 19 Züge, um die­se Tabi­ja aufs Brett zu stellen.