Der Deut­sche Schach­bund hat vor drei Wochen die Ergeb­nis­se einer Umfra­ge in den Lan­des­ver­bän­den ver­öf­fent­licht, in der nach den Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie auf den Spiel­be­trieb und even­tu­el­le Alter­na­tiv­an­ge­bo­te gefragt wor­den war. Meck­len­burg-Vor­pom­mern war dabei natür­lich Musterschüler:

Die Sai­son 2019/20 wur­de weit­ge­hend nor­mal been­det. Die Sai­son 2020/21 wur­de nor­mal begonnen.

Weit­ge­hend nor­mal been­det ist ein hüb­scher Euphe­mis­mus für Sai­son­ab­bruch, das muss ich mir mer­ken. Für die Nor­ma­li­tät der neu­en Sai­son habe ich mal nach­ge­zählt, wie­vie­le Spie­ler an einem Spiel­tag in sämt­li­chen Ligen des Lan­des­ver­ban­des an den Bret­tern sit­zen, wenn alle Mann­schaf­ten voll antreten:

Sai­son 2019/20: 556
Sai­son 2020/21 (laut Mel­dung): 504
Sai­son 2020/21 (nach Abzug der bis­her zurück­ge­zo­ge­nen Mann­schaf­ten: 468

Es erscheint plau­si­bel, dass der Rück­gang der Mann­schafts­mel­dun­gen mit der Pan­de­mie zusam­men­hängt. Nach mei­ner Rech­nung wur­den nach der Mel­dung inzwi­schen die Mann­schaf­ten von Ein­heit Schwe­rin, Uni Ros­tock, Greifs­wal­der SV III, Par­chim und (wahr­schein­lich) Wis­mar III zurück­ge­zo­gen. Ganz genau weiß man das nicht, weil Rück­zü­ge im Ergeb­nis­dienst nicht klar doku­men­tiert werden.

Es bleibt zu hof­fen, dass der Lan­des­schach­ver­band bald wirk­lich wie­der nor­mal arbei­ten kann.

Nach­trag

Der Spiel­be­trieb im Novem­ber 2020 wur­de ein­ge­stellt.