1. Raj Tisch­bie­rek über die Schacholympiade:

Auch wenn die Arme­ni­er dies­mal das Gegen­teil zele­brier­ten, ist Schach streng­ge­nom­men kein Mannschaftssport.

2. David Nava­ra über sei­ne beruf­li­che Perspektive:

Ich stu­die­re Logik an der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät der Karls-Uni­ver­si­tät in Prag. Ich bin ein schlech­ter Stu­dent, denn wenn ich eigent­lich ler­nen soll­te, spie­le ich Schach oder stö­be­re in Schach­zeit­schrif­ten her­um. Den­noch wer­de ich zunächst mein Stu­di­um abschlie­ßen, bevor ich ent­schei­de, ob ich Schach künf­tig pro­fes­sio­nell spie­len möch­te. Heu­te könn­te ich gewiss davon leben, aber wer weiß schon, wie das in zwan­zig Jah­ren aus­sieht. Zudem fin­de ich es wich­tig, nicht zu ein­sei­tig aus­ge­rich­tet zu sein, außer im Schach möch­te ich mich auch in ande­ren Din­gen aus­ken­nen. Dane­ben ist Schach sicher nicht der bes­te Beruf für einen Neurotiker.

3. Gata Kams­ky auf die Fra­ge, ob es es je bedau­ert habe, sich vom Schach zurück­ge­zo­gen zu haben:

Nein.

4. Tei­mour Rad­ja­bow auf die Fra­ge, was er im Leben noch unbe­dingt erler­nen möchte:

Ich wür­de sehr gern noch mehr von den voll­kom­me­nen Vor­gän­gen in der Natur ver­ste­hen. Um die Ant­wort auf die Fra­ge zu fin­den – oder sich ihr zumin­dest anzu­nä­hern -, wozu all das existiert.

5. Adri­an Mich­alt­schischin über Magnus Carlsen:

Obwohl ein freund­li­cher und höf­li­cher Jun­ge, hat er in punk­to Ver­hal­ten am Brett noch eini­ge Defi­zi­te. So spielt er gern mit geschla­ge­nen Figu­ren her­um und stört damit sei­ne Geg­ner. Außer­dem soll­te man, wenn man an einem Super­tur­nier teil­nimmt, nicht jeden Tag den­sel­ben Trai­nings­an­zug tragen.

(aus Schach 7/2006)