Bei die­sen Her­ren muß in der Jugend die Mus­kel­kraft und die Zeu­gungs­kraft her­hal­ten. Aber spä­ter­hin blei­ben nur die Geis­tes­kräf­te: fehlt es dann an die­sen oder an ihrer Aus­bil­dung und dem ange­sam­mel­ten Stof­fe zu ihrer Tätig­keit, so ist der Jam­mer groß. Weil nun der Wil­le die ein­zi­ge uner­schöpf­li­che Kraft ist, so wird er jetzt ange­reizt durch Erre­gung der Lei­den­schaf­ten, z. B. durch hohe Hasard­spie­le, die­ses wahr­haft degra­die­ren­de Las­ter. – Ãœber­haupt aber wird jedes unbe­schäf­tig­te Indi­vi­du­um, je nach der Art der in ihm vor­wal­ten­den Kräf­te, sich ein Spiel zu ihrer Beschäf­ti­gung wäh­len: etwa Kegel oder Schach, Jagd oder Male­rei, Wett­ren­nen oder Musik, Kar­ten­spiel oder Poe­sie, Heral­dik oder Phi­lo­so­phie usw.

Arthur Scho­pen­hau­er: Aphorismen