End­lich weiß ich, was Ato­mic Chess eigent­lich ist. Das Brett­spiel-Blog erklärt kurz und knapp die Regeln:

1. Es gel­ten die beim Schach übli­chen Zugregeln.
2. Wenn eine Figur geschla­gen wird, kommt es zu einer „Explo­si­on“, die alle fol­gen­den Figu­ren zer­stört: Die schla­gen­de Figur, die geschla­ge­ne Figur und alle Figu­ren auf angren­zen­den Fel­dern. Nur Bau­ern sind von die­ser Regel ausgenommen.
3. Das Spiel wird durch klas­si­sches Schach­matt oder durch eine Explo­si­on gewon­nen, die den geg­ne­ri­schen König zerstört.
4. Es darf nicht so geschla­gen wer­den, dass der eige­ne König dabei zer­stört wird.

Die Regel Num­mer 2 inspi­rier­te den Erfin­der offen­bar zu der Bezeich­nung des Spiels – er dach­te an die Fol­gen eines Atom­bom­ben­ab­wurfs. Wie im rich­ti­gen Leben kommt es auch im Ato­mic Chess zu einer ver­hee­ren­den Beschleu­ni­gung. Weiß fängt natür­lich mit 1.Sf3 an. Dar­auf ist 1…f6 schon erzwun­gen, weil der wei­ße Sprin­ger sonst nach e5 oder g5 kommt und sich kami­ka­ze­haft auf f7 opfert. Es gibt auch Leu­te, die sich bereits mit der Eröff­nungs­theo­rie beschäf­tigt haben. Die Haupt­va­ri­an­te geht so: 1.Sf3! f6!! 2.Sd4! Sh6 3.h3 c6 4.Sf5 Sxf5 5.b4 b5! 6.d4 g6! Sieht das ein­leuch­tend aus?