Ihr wer­det mich viel­leicht tadeln, daß ich von einem Spie­le rede, das man in die­sem Klos­ter nicht hat und auch nicht haben soll. Dar­aus seht ihr aber, was für eine Mut­ter euch Gott gege­ben hat, da sie sogar mit einer sol­chen Eitel­keit ver­traut ist. Man sagt zwar, die­ses Spiel sei zuwei­len erlaubt; aber wie weit mehr wird uns jene ande­re Art des Spie­lens erlaubt sein, und wie bald wür­den wir, wenn wir uns dar­in eif­rig übten, dem Gött­li­chen König Schach bie­ten, sodaß er uns nicht mehr ent­kom­men kann noch auch ent­kom­men will.

– Tere­sa von Ávila: Wege der Voll­kom­men­heit (16. Jahrhundert)

Tere­sa von Ávila wur­de 1944 von Papst Pius XII. zur Schutz­hei­li­gen für die Schach­spie­ler ernannt.