Manch­mal wün­sche ich mir, eine per­fek­te Par­tie zu spie­len. Eine schö­ne und fol­ge­rich­ti­ge Par­tie, nicht zu lang, ohne gro­ße Feh­ler, ohne Schnör­kel. Eine Par­tie mit einer kla­ren Idee und aus einem Guss. So eine Par­tie wie die­se. In der drit­ten Run­de der 2. Lan­des­li­ga hat­te Jan sei­nen Tag.

Mer­tin – Kell
Tor­ge­low, 27.11.2005
B18 Caro-Kann

1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Lf5 5.Ld3 Dxd4 6.Sf3 Dd5

Nach 6…Dd8 7.De2 Lxe4 8.Lxe4 Sf6 9.Ld3 hat Weiß genug Kompensation.

7.Sc3 Da5 8.0–0 e6 9.Lxf5 Dxf5 10.Sd4 Dg6 11.Df3 Sf6? 

Bes­ser geschah 11…Sd7.

12.Scb5! Kd7

Nach 12…cxb5 13.Dxb7 De4 14.Dc8+ Ke7 15.Td1 Sfd7 16.Sxb5 Dc6 17.Sc7 Sa6 18.Dxa8 Dxc7 ent­steht eine unkla­re Stellung.

13.Td1 Kc8 14.Lf4 Sd5 15.c4 Sxf4 16.Dxf4 Sa6

16…cxb5 17.Sxb5 e5 (17…Sa6 18.Dd4) 18.Dxe5 Dc6 19.Td6 Lxd6 20.Sxd6+ macht kei­nen gro­ßen Unter­schied zur Partie.

17.Sxc6! bxc6 18.Dd4! Lc5 19.Dd7+ Kb8 20.Dxc6 e5 21.Sd6 Lxd6 22.Txd6 Df5 23.Db5+ Kc7 24.Tc6+ Kd8 25.Td1+ Ke7 26.Db7+

Schwarz wird matt.

1–0

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