In der fünf­ten Run­de der Lan­des­meis­ter­schaf­ten im Schnell­schach wur­de ich nach 3,5/4 gegen den spä­te­ren Tur­nier­sie­ger Robert Jas­ter aus Ros­tock gelost. Ich war ganz gut aus der Eröff­nung her­aus­ge­kom­men – frei­lich unter Inan­spruch­nah­me fast der gesam­ten Bedenk­zeit. Robert hat­te mit einer klei­nen Kom­bi­na­ti­on einen Bau­ern gewon­nen, ich behielt jedoch dank der wei­ßen Grund­rei­hen­pro­ble­ma­tik das Läu­fer­paar. Schließ­lich war die­se Stel­lung (Dia­gramm) entstanden.
28…Td2
Hier­mit dach­te ich, das Remis zu for­cie­ren. 28…Lg4 hat­te ich erwo­gen, aber wegen 29.f3 ver­wor­fen (29.Kf1 Lxe2+ 30.Sxe2 Txb3). Ich hat­te dabei über­se­hen, dass nach 29…Txe2 30.Txe2 Lxd4+ der Sprin­ger mit Schach fällt und 31.Te4 des­halb nicht funktioniert.
29.Sf3 Tb2
Mit Remis­ge­bot. Robert ließ jetzt fast bis auf fünf Minu­ten ablau­fen und spiel­te dann
30.Sed4
wor­auf ich
30…Td2??
ent­kork­te. Zug­wie­der­ho­lung, oder? Es war mir schon klar, dass 30…Lg4 der natür­li­che Zug war und den Bau­ern zurück­ge­win­nen wür­de – wei­ter etwa 31.Tc1 Lxf3 32.Sxf3 Txb3 33.Se1 Ta3 34.Tc4. Doch ange­sichts mei­ner hor­ren­den Zeit­not woll­te ich das bes­se­re End­spiel gar nicht spie­len und über­sah, dass Weiß jetzt den ande­ren Sprin­ger nach d4 gezo­gen hatte.
31.Sxd2
Aufgabe.
1–0