Wol­len wir mal hof­fen, dass das nicht der Anfang vom Ende ist. Es ist noch gar nicht so lan­ge her, als es mit der Schwei­zer „Schach­wo­che“ noch ein wöchent­lich erschei­nen­des Schach­pe­ri­odi­kum gab. Inzwi­schen ist sie eingestellt.

Das „Schach-Maga­zin 64“ aus Bre­men erscheint mit die­sem Jahr nicht mehr 14-tägig, son­dern nur noch monat­lich, wenn auch in einem erwei­ter­ten Umfang. Damit kon­kur­riert es direkt mit der Ber­li­ner Zeit­schrift „Schach“, sicher kei­ne ein­fa­che Situa­ti­on. Redak­teur Otto Borik scheint aber einen ande­ren Ansatz zu ver­fol­gen, ins­ge­samt sind die Arti­kel und Par­tie­kom­men­ta­re etwas leicht­ver­dau­li­cher geschrie­ben und rich­ten sich eher an die gro­ße Mas­se der inter­es­sier­ten Schach­a­ma­teu­re in Deutsch­land. Die Num­mer 1/2007 bringt ein bun­tes Aller­lei mit einem Schwer­punkt auf dem Mensch-Maschi­ne-Match. Ein­ge­baut wur­de eine Rubrik zur Schach­ge­schich­te und eine neue Rubrik „Der bes­te Zug“, die sich um ein Ver­ständ­nis bei der Aus­wahl zwi­schen meh­re­ren Kan­di­da­ten­zü­gen bemüht. Auch Albin Pötzsch hat mit sei­nen Anek­do­ten hier ein Zuhau­se gefunden.

Lei­der wur­de die Umstel­lung nicht genutzt, um der Zeit­schrift ein zeit­ge­mä­ßes Lay­out zu geben. Annet­te Borik (offen­bar ein Fami­li­en­un­ter­neh­men) zeich­net wei­ter­hin für die Gestal­tung ver­ant­wort­lich. Das muss im Tages­be­trieb nicht pro­ble­ma­tisch sein, ein neu­es und pro­fes­sio­nel­les Design hät­te dem Blatt aber gut getan, zumal das gro­ße A4-For­mat dafür genug Mög­lich­kei­ten eröff­net und das Herz eines Lay­ou­ters höher schla­gen lässt. Schach­zei­tun­gen müs­sen nicht haus­ba­cken gestal­tet sein.