Die 11. Run­de in Wijk aan Zee zeig­te Magnus Carl­sen gegen Loek van Wely end­spiel­theo­re­tisch voll auf der Höhe. Das End­spiel Turm+Läufer gegen Turm ist bei bes­ter Ver­tei­di­gung remis zu hal­ten. Wir haben die Metho­de vor eini­gen Wochen im Trai­ning geübt, theo­re­tisch ist sie mir klar, prak­tisch wür­de ich wohl gegen einen vor­be­rei­te­ten Geg­ner beharr­lich in eine Ver­lust­stel­lung gera­ten. Es gibt zwei Ver­tei­di­gungs­me­tho­den: Der Turm kann von hin­ten Schach geben und der König läuft irgend­wie seit­lich raus (genau­er kann ich es lei­der nicht beschrei­ben) oder der Turm ver­tei­digt auf der 2. Rei­he mit einer Patt­idee. Letz­te­res demons­trier­te hier Carl­sen mit 68.Td2+! Mit 68.Tf1 käme Weiß schon in der Nähe einer Ver­lust­stel­lung. Iro­nie der Geschich­te: Vor neun Jah­ren ver­lor van Wely die­ses End­spiel selbst ein­mal gegen Kar­pow.