Braten

Immer noch sitzen im „Grand Divan“ Menschen mit rauchenden Köpfen einander gegenüber und spielen Schach, während sie auf den Braten warten, den die Kellner seit je in beheizten Servierwagen unter einer Silberglocke vorfahren und am Tisch schneiden.

Husch Josten im Handelsblatt über Simpson’s‑in-the-Strand in London, den Ort der „Unsterblichen Partie“. Braten klingt gut.

Die unsterbliche Partie

– Sie produzieren Dokumentationen, Serien und Industriereportagen. Wie haben Sie das Thema Schach entdeckt?
– Beim Schachspiel mit einem Freund. Wir hörten Rimski-Korsakoff, und plötzlich schien es mir, als würden die Züge der Dame mit der Solo-Violine aus der klassischen Komposition harmonieren. Die Idee für das Projekt war geboren: die Verbindung zwischen Musik und einer schönen Partie.

Das Neue Deutschland bringt ein Interview mit Michael Mertineit über dessen Verfilmung der „Unsterblichen Partie“ zwischen Adolf Anderssen und Lionel Kieseritzky aus dem Jahr 1851