Diese Stellung wird sicherlich vielfach abgedruckt werden. Im Wettkampf des Schachprogramms Deep Fritz 10 gegen den Schachweltmeister Wladimir Kramnik zog letzterer hier ohne jede Zeitnot 34…De3?? und war gerade auf dem Weg in seinen Ruheraum, als er mit 35.Dh7# ein einzügiges Matt kassierte. Mit dem Springer auf f8 sicher kein gängiges Mattbild, aber hatte Kramnik nach zuvor 33…Le3xTc1 34.Se6xTf8 tatsächlich geglaubt, dass er auf Gewinn steht? 34…Kg8 35.Sg6 Lxb2 36.Dd5+ Kh7 37.Sf8+ Kh8 38.Sg6+ hätte dagegen zum Remis durch Dauerschach geführt.

Unfreiwillig komisch übrigens die Berichterstattung des „Spiegels“, der ja gern einmal die Schach-Kompetenz für sich reklamiert:

In diesem Augenblick aber zeigte Kramnik den „Human Factor“, die menschliche Schwäche, die dem Rechner eben nie unterlaufen würde: Er übersah schlicht die Gefahr, dass Deep Fritz ihn binnen weniger Minuten Schach stellen könnte, und spielte, ganz auf eine eigene Strategie fixiert, auf Sieg. Zu dem aber kam es nicht mehr. Deep Fritz stellte Kramniks schwarzen König mit der weißen Dame kalt, während Kramniks Figur jede Ausweichmöglichkeit verbaut war.