In der 4. Runde der Oberliga Nordost trafen wir auf den VBSF Cottbus, einen der wenigen Gegner in der Staffel, der wenigstens einigermaßen „in Reichweite“ war. Ich spielte mit Schwarz gegen Henrik Reichmann und verteidigte von Anfang an eine etwas unbequeme Stellung. Kurz vor der Zeitkontrolle hatte ich mich einigermaßen herausgewunden, nach dem 42. Zug war schließlich diese Stellung (Diagramm) entstanden. Die Cottbuser hatten schon lange 4,5 Punkte eingesammelt, es kam nicht mehr darauf an. Henrik versuchte vielleicht noch etwas Kapital aus dem Umstand zu schlagen, dass meine Bauernkette auf der falschen Farbe stand.

Doch jetzt folgte 43.gxf4? So jeder andere Zug bot völligen Ausgleich. Weiß musste ja wegen g3-g4 noch nicht einmal den Bauern auf h3 verteidigen. 43…gxf4 44.h4 Kann ich den nicht einfach abholen? Der weiße König kommt ja nicht nach h3. 44…Kg6? 45.Le8+ Kh6 Nun dachte ich, den Bauern mit 46…g6 und 47…Kh5 zu gewinnen, musste mich aber schnell überzeugen, dass nach 46.h5! nichts mehr zu machen war. 46…g6 47.hxg6 Lxg6 48.Lxg6 und Remis. Hätte ich ein wenig länger hingeschaut, wäre mir vielleicht aufgefallen, dass gleich 44…g6! die richtige Idee gewesen wäre. Weiß kann gegen Kf7-g7-h6-h5xh4 nichts unternehmen. Ob dieses Endspiel zu gewinnen war, steht auf einem anderen Blatt. Das hätte ich aber gern weitergespielt.